Ein Augenblick ...

Der gebrauchte Kleinwagen – kompakt, wendig und günstig

Die am Markt verfügbaren Pkws unterteilen sich in mehrere Fahrzeugklassen. Der Kleinwagen Gebrauchtwagen liegt dabei zwischen der Kompaktklasse und dem Kleinstwagen. Als Äquivalent in der Klassifikation der Europäischen Kommission für Automobile gilt das B-Segment. Zu den bekanntesten Vertretern der Kleinwagen als Gebrauchtwagen zählen der Ford Fiesta, der Opel Corsa und der Polo von Volkswagen. Ein gebrauchter Kleinwagen besitzt im Hinblick auf die Karosserie und den Innenraum vergleichsweise geringe Abmessungen.

Typische Charakteristika eines Kleinwagens

Die Geschichte der Kleinwagen nach dem heutigen Verständnis beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals zeigte die Bevölkerung Bedarf an vollwertigen, aber erschwinglichen Automobilen. Die Hersteller reagierten auf die Nachfrage mit Modellen wie dem Citroën 2CV oder dem Trabant. Aktuelle Kleinwagen Gebrauchtwagen zeichnen sich durch folgende Charakteristika aus:

Fiat 500 Gebrauchtwagen Kleinwagen

  • Antrieb durch einen Benzinmotor,
  • Frontantrieb,
  • zwei oder vier Türen,
  • moderater Anschaffungspreis bei Neuwagen,
  • geringer Kraftstoffverbrauch.

Im Hinblick auf die Formgebung der Karosserie existieren Modelle mit Schrägheck, Stufenheck oder als Kombi.

Der Fahrzeugtyp Kleinwagen spielt seine Stärken im Stadtverkehr aus

Als große Stärke der Kleinwagen Gebrauchtwagen gilt deren Kompaktheit. Die geringen Abmessungen erweisen sich im Straßenverkehr als Vorteil. Das trifft insbesondere auf Großstädte zu. In den dortigen Ballungsräumen nehmen die Kleinwagen wenig Platz in Anspruch. Die wendigen, kleinen Fahrzeuge passen auch in enge Parklücken und durch schmale Straßen. Zugleich besitzt der Kleinwagen als Gebrauchtwagen in der Regel einen geringen Kraftstoffverbrauch und deren Produktion benötigt weniger Energie. Dadurch handelt es sich um vergleichsweise umweltfreundliche Automobile.

Niedrige Kosten überzeugen beim Kleinwagen-Kauf

Gebrauchte Kleinwagen punkten bei der Anschaffung mit einem eher niedrigen Neuwagenpreis. Dadurch erweist sich der Fahrzeugtyp für große Teile der Bevölkerung bereits als Neuwagen als erschwinglich. Beim Kauf eines Gebrauchtwagens aus der vorgestellten Fahrzeugklasse sinken die Kosten nochmals. Nach dem Kauf profitiert der Halter von geringen laufenden Kosten für die Versicherung und die Kfz-Steuer. Die Versicherungsunternehmen stufen den Kleinwagen häufig in einer günstigeren Kfz-Klasse ein.

Die kompakten Maße der Kleinwagen Gebrauchtwagen wirken sich nicht zwingend negativ auf Komfort und Sicherheit im Innenraum aus. In den letzten beiden Jahrzehnten verzeichnete die Automobilindustrie deutliche Fortschritte im Insassenschutz beim Kleinwagen. Seit dem 1. November 2014 schreibt die Europäische Union für jedes neu verkaufte Automobil ESP vor. Bei einigen Modellen verbauen die Hersteller Ausstattungen wie die Klimaanlage lediglich gegen einen Aufpreis bei der Fahrzeugkonfiguration. Anmerkung: Angesichts der geringen Abmessungen steht bei einem Kleinwagen Gebrauchtwagen wenig Stauraum zur Verfügung.VW Beetle Kleinwagen Gebrauchtwagen


Studie belegt Popularität kleiner Fahrzeuge

Die angesprochenen Stärken eines Kleinwagens überzeugen die Kunden und das vor allem auch bei den Gebrauchtwagen. Das belegt eine Marktforschungsstudie der Aral Aktiengesellschaft, die bereits seit 2003 im Abstand von zwei Jahren regelmäßig Trends beim Autokauf identifiziert. Als Basis dient das erwartete Kaufverhalten der Probanden im Zeitraum der nächsten 18 Monate im Hinblick auf die Anschaffung eines Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagens. In der 2015 veröffentlichten Ausgabe der Studie liegt der vorgestellte Fahrzeugtyp zusammen mit der Limousine auf Platz eins der beliebtesten Karosserieformen. 25 Prozent der Teilnehmer bevorzugen den Kauf eines gebrauchten Kleinwagens.

Premium-Kleinwagen mit stärkerer Motorisierung

Besonders hervorzuheben gilt es die Premium-Kleinwagen. Die entsprechenden Modelle richten sich an Kunden mit hoher Kaufkraft. Letztere erhalten ein kompaktes Automobil im sportlichen Design und vergleichsweise starker Motorisierung. Als Beispiel eignet sich der Audi A1. Der geringe Neuwagenpreis trifft in diesem Fall nicht zu. Dafür punkten die Modelle oft mit einer auffälligen Optik wie der Zweifarbenlackierung.

Klein – kompakt – sicher: der Kleinwagen.

Du bist auf der Suche nach einem neuen Auto und es sollte auch nicht zu groß sein, damit du dich damit unbeschwert in der Stadt fortbewegen kannst? Wie wäre es dann mit einem Kleinwagen?

Der Kleinwagen ist – wie der Name auch schon verrät – das kleinste Fahrzeugsegment, das es auf dem Markt gibt (beachte: wir fassen in nachfolgendem Artikel die Kategorie Kleinstwagen sowie Kleinwagen unter dem Begriff Kleinwagen zusammen). Er ist sehr wendig, bietet hilfreiche Fahrassistenzsysteme an, was das Fahren in der Stadt bei viel Verkehr, vielen Menschen und vor allem sehr wenigen Parkplätzen angenehm gestaltet. Kleinwagen umfassen von Fiat 500 über VW Polo bis hin zu Premium-Kleinwagen wie dem Audi A1 viele weitere interessante Marken und Modellen. Vielleicht ist auch für dich was dabei?

In dem vorliegenden Bericht erfährst du alles, was du vor deinem Fahrzeugkauf wissen solltest. Anhand einer Auflistung der Top 5 Kleinwagen in Bezug auf die Zulassungen im Juli 2018 präsentieren wir dir Vor- und Nachteile einzelner Marken und Modelle, Pannenstatistiken, Verbräuche und Schadstoffausstoßkennzahlen, Kosten, Wertverluste etc. – also im Prinzip alle Informationen, die für einen Fahrzeugkauf eines „neuen“ Gebrauchten relevant sind!

Übrigens hat der Kleinwagen eine spannende Entstehungsgeschichte, die wir dir nicht vorenthalten möchten. Diese findest du etwas weiter unten im Bericht – also sei gespannt!

2.   Top 5 der Kleinwagen

2.1.       VW Polo, Ford Fiesta und co. machen hier das Rennen

Wie versprochen zeigen wir euch zuerst die Top Fahrzeuge in der Kategorie Kleinwagen. Hierzu haben wir die Zulassungszahlen der Modellreihen im Juli 2018 angeschaut und ein Ranking danach erstellt. Die meisten Zulassungen hatte der VW Polo gefolgt vom Ford Fiesta, Skoda Fabia sowie VW up und SmartForTwo, die beide etwas kleiner ausfallen, als die zuvor genannten. Untersucht haben wir diese Fahrzeuge auf ihre allgemeinen Vor- sowie Nachteile und Preisrange. Weiterhin haben wir uns die Pannenstatistiken angeschaut und auch diese zusammengefasst aufgeführt.

 

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Marke / Modell

VW Polo

Ford Fiesta

Skoda Fabia

VW up

Smart ForTwo

Auszeichnungen

+Verbrauch

+Individualisierung möglich

+viele Assistenz-systeme verfügbar

+Platz in Innenraum

+präzise Lenkung

-Interieur-verar-beitung

-fehlende Haltegriffe am Dach-himmel

-schlechtes Ergebnis beim ADAC Ausweich-test

 

+agiles Fahrwerk

+sicheres Fahrzeug

+gute Verarbeitung

+zuverläss-ige Technik

+verfügbarer Platz vorne

-wenig Platz im Fond

-umständ-liche Bedienung

-Geräusch-pegel innen

-schlechte Sicht nach hinten

-Verbrauch und CO2-Ausstoß

 

+gute Fahrleis-tung

+Innenausstattung

+einfache Bedienung

+sicheres Fahrzeug

+Platz vorne

+viele Ausstattungsvaria-tionen möglich

+/-Platz hinten

-Verarbeit-ung innen

-Falsch-betankung möglich

 

+Platz innen

+einfache Bedienung

+viele Assistenzsysteme möglich

+sicheres und komfortables Fahren

-keine Beleuchtung im Kofferraum und an sämtlichen Schaltern

-Verarbeitung innen

-Einstieg hinten

 

+wendiges Fahrzeug

+Platz innen

+übersichtliche Karosserie

-Kofferraum sehr klein

-Fahrweise nicht komfortabel

-Verbrauch

 

Zulassungen (Juli 2018)

7.724

4.643

4.203

3.287

3.107

Pannenstatistik (Gemessen anhand der angegebenen Pannenkennzahlen des ADAC)

-mittlerer Bereich

-meistens im grünen Bereich

-aufge-tretene Pannen:

+Batterie

+Zünd-kerzen

+Steuer-kette

-mittlerer Bereich

-etwas schlechter als der VW Polo

-aufgetretene Pannen:

+Batterie

+Zündkabel

+Zündkerze

+Vorder-, Hinterachsfeder

-mittlerer Bereich

-ähnlich wie der VW Polo

-aufge-tretene Pannen:

+Steuer-kette

+Zünd-kabel

+Zünd-spule

+Zünd-kerze

+Batterie

-mittlerer Bereich

Ähnlich wie VW Polo

-aufgetretene Pannen:

+Feststellbremse mechanisch

-hinterer Bereich

-Pannenkennzahlen häufig nur im gelben und orangenen Bereich

-aufge-tretene Pannen:

+Batterie

+automati-siertes Schaltge-triebe

+Anlasser

+Antriebs-riemen

+Generator

+Kupplung

+Zünd-kerzen

+Bremslicht

Kundenmeinungen TBD Quelle: Autoplenum

4.0/ 5

3.9 / 5

4.0 / 5

3.8 / 5

3.7 / 5

Preisrange

17.000-22.000€

12.000-23.000€

12.000-21.000€

10.000-18.000€

11.000-19.000€

 

Zu den Modellen

Zu den Modellen

Zu den Modellen

Zu den Modellen

Zu den Modellen

2.2.       Zusammenfassung der Top 5

Der VW Polo gehört zu den Kleinwagen mit den durchschnittlich meisten Zulassungen, weshalb er unsere Top 1 darstellt. Der Polo punktet in Sachen Verbrauch, der für seine Größe verhältnismäßig niedrig ausfällt. Dank vieler möglicher Assistenzsysteme bietet der VW Polo einen hohen Grad an Individualisierung, die allerdings meistens einen Aufpreis verlangen. Außerdem punktet der VW Polo in Sachen Platz im Innenraum als auch bei der Kofferraumgröße, die beide kleinwagentypisch überaus ausreichend sind. Leider hat der VW Polo schlechte Ergebnisse im ADAC Ausweichtest erzielt wohin gegen die Pannenstatistik solide ausfällt und fast immer im grünen Bereich liegt. Der Anschaffungspreis des Polos liegt im oberen Bereich im Vergleich zu anderen Kleinwagen, was ihn trotz einiger Makel doch zu einem guten Fahrzeug macht.

Der Ford Fiesta bietet dank seines agilen Fahrwerks und seiner gekonnt abgestimmten Lenkung großen Fahrspaß. Er geht zu den sicheren Kleinwagen, was absolut als positiv eingestuft werden kann. Der Platz ist auch hier kleinwagentypisch: vorne viel und hinten etwas weniger, aber dennoch ausreichend, was für den Fiesta spricht. Die Bedienung allerdings ist nicht einschlägig und aufgrund vieler Tasten und Knöpfe zu Anfang schwer zu handhaben. Auch die Innengeräusche, die bei erhöhter Geschwindigkeit entstehen, geben dem Ford Fiesta Minuspunkte. Die verbaute Technik allerdings ist zuverlässig und solide, nur die Lenkung und aufgetretene Ölverluste machen bei Tests Probleme. Auch die Pannenstatistik fällt beim Fiesta nicht so gut aus wie beispielsweise beim VW Polo und liegt damit im unteren Mittelfeld.

In Bezug auf die Zulassungszahlen der Vergangenheit liegt der Skoda Fabia im Bereich Kleinwagen auf dem dritten Platz, was verwunderlich ist, da er in vielen Punkten ein gutes Auto darstellt. So ist der Verbrauch mit 5,2l auf 100km geringer als der Verbrauch des Polos und des Fiesta. Zudem ist seine Fahrleistung als besonders angenehm zu erwähnen und er punktet außerdem noch bei der schönen Ausgestaltung des Innenraums und der einfachen Bedienbarkeit. Auch der Platz vorne ist vollkommen ausreichend und bietet viel Beinfreiheit. Hinten hingegen sitzt man – wie gewöhnlich im Kleinwagen – etwas eingeengter. Auch das Ladeabteil bietet viel Platz und kann bei Bedarf in Form eines Kombis erweitert werden. Mit einem Anschaffungspreis von ab 12.000€ liegt der Skoda Fabia im mittleren Feld der Kleinwagen.

Der VW up! gehört zu den kleineren Kleinwagen und ist beliebt, um in der Stadt mobil zu sein. Trotz seiner kleinen Größe bietet er ausreichend Platz im Innenraum – vorne natürlich mehr als hinten. Die Bedienung ist einfach und VW-typisch. Negativ fällt allerdings die fehlenden Beleuchtungen an diversen Schaltern, Knöpfen und im Kofferraum auf, was in vielen Situationen in der Nacht unpraktisch sein kann. Laut Pannenstatistik des ADAC liegt auch der up! neben dem Polo und dem Fabia im mittleren Bereich, was in Ordnung, natürlich aber ausbesserungsfähig ist.  

Neben dem VW up! haben einen weiteren kleinen Flitzer in unserem Top 5 Ranking: den Smart ForTwo. Es handelt sich hierbei um ein zweisitziges Stadtauto, was die Parkplatzsuche in den überfüllten Städten stark erleichtert. Mit einem Wendekreis von 7,3m ist das kleine Fahrzeug sehr wendig, was die Bedienung im Stadtverkehr sehr begünstigt. Selbstredend ist, dass der Platz im Innenraum und im Kofferraum stark begrenzt ist, aber dennoch ausreichend für bis zu 1,90m große Menschen, die nicht allzu große Einkäufe mit ihrem Smart ForTwo erledigen möchten. Als negativ ist anzumerken, dass der Smart eine schlechte Fahrweise aufzeigt, vor allem ist hierbei die Richtungsstabilität bei hohen Geschwindigkeiten mangelhaft. Auch die Federung ist ausbaufähig, was das Fahren mit dem Smart „steif“ wirken lässt. Auch die Pannenstatistik des ADAC fällt beim Smart ForTwo im Vergleich zu den anderen vier aus der Top 5 am schlechtesten aus. Oftmals liegen die Pannenkennzahlen im orangenen bis roten Bereich.

Insgesamt kann man sagen, dass jedes der aufgeführten Autos seine guten sowie schlechten Seiten besitzt. Am besten schneidet hier jedoch der Skoda Fabia und der VW Golf ab, die mit vielen Annehmlichkeiten, wie dem Fahrgefühl, der Sicherheit sowie den geringen Anschaffungskosten, eine gute Wahl für einen Kleinwagen abgeben.

3.   Einsatzgebiete

Jedes Fahrzeugsegment spricht in gewisser Weise eine bestimmte Zielgruppe an. Dies hängt natürlich damit zusammen, dass man nicht jedes Fahrzeug – nicht nur aufgrund seiner Größe – für jede Situation einsetzen beziehungsweise gebrauchen kann.

Um dir zu zeigen, wofür man einen Kleinwagen gut oder eben nicht so gut einsetzen kann, haben wir in den nachfolgenden Ausführungen einige Einsatzgebiete aufgelistet und in Bezug auf Kleinwagen hin untersucht. Maximal haben wir 5 Sterne vergeben, für die beste Eignung der Kategorie in Bezug auf Kleinwagen.

3.1.       Gebiete

City

Überland

Autobahn

Berge

Offroad

*****

***

***

*

*

Kleinwagen sind aufgrund ihrer Größe sehr gut in Ballungszentren zu fahren. Mit ihnen findet sollte man schneller einen Parkplatz finden als mit größeren Fahrzeugen, was die Nutzung sehr viel leichter gestaltet. Unterstützend können hier viele Assistenzsysteme arbeiten, die das Einparken noch mehr erleichtern. Auch der entsprechend kleine Wendekreis bietet tollen Fahrkomfort auf viel befahrenen Straßen.

Überlandfahrten und Fahrten auf Autobahnen können mittelmäßig gut mit Kleinwagen vollzogen werden, einfach da sie bei höheren Geschwindigkeiten unangenehm laute Geräusche im Innenraum hervorrufen. Hierbei kommt es allerdings stark auf die Marke und das Modell an, da man sicherlich mit einem Ford Fiesta oder einem Audi A1 besser über Land fahren kann als mit einem SmartForTwo. Dies hängt natürlich auch mit der Größe des Motors zusammen.

Dies gilt ebenso für Fahrten durch die Berge oder sonst Offroad. Kleinwagen sind nicht für solch längere Strecken ausgelegt und werden entsprechend vorwiegend im Stadtverkehr und für kürzere Strecken verwendet.

Besser geeignet sind hierzu SUVs. Hast du eher Interesse daran? Dann schau mal in unsere Datenbank, vielleicht findest du da ein geeigneteres Fahrzeug für dich. HIER GEHT’S ZU UNSEREN SUVS.

3.2.       Nutzung

Einkauf

Familien-tauglichkeit

Senioren-tauglichkeit

Langstrecken

Parken

Urlaub

Fahrspaß

***

***

***

**

****

***

***

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt sind Kleinwagen besonders für den Stadtverkehr geeignet. Natürlich kann man sie hierzu auch für Einkäufe des täglichen Lebens verwenden. Größere Einkäufe, wie beispielswiese der von Möbeln etc., können selbstverständlich nicht mit einem Kleinwagen getätigt werden. Deshalb bekommt die Kategorie Einkauf von uns 3 von 5 möglichen Sternen. Auch die Familientauglichkeit ist bei den meisten Kleinwägen nicht gegeben. Kleinwagen werden heutzutage oft als Zweitwagen verwendet, wenn die Strecke nicht so weit ist und man im Auto auch mal zu viert sitzen kann. Allerdings für längere Strecken und Ausflüge mit der Familie ist ein Kleinwagen aufgrund des dadurch entstehenden Platzmangels wenig geeignet.

Die Kategorie Seniorentauglich liegt unserer Auffassung nach bei Kleinwagen auch eher im mittleren Bereich, da die Autos häufig sehr eng im Inneren sind und dadurch das Einsteigen erschwert ist. Die Möglichkeit eines hohen Einstiegs sollte hierbei unbedingt gegeben und damit beim Autokauf beachtet werden. Hierbei kommt es aber auch besonders auf Marke und Modell des Fahrzeugs an, die sich auch in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit stark unterscheiden. Eine komfortable Fahrweise, gute Sicht nach hinten sowie den Seiten sind auch Kriterien, die beim Autokauf für Senioren in Betracht bezogen werden sollten. Daher sind Kleinagen wie der VW up! sowie der SmartForTwo weniger für Senioren geeignet. Der Ford Fiesta sowie der VW Polo hingegen sind gute Alternativen, die in Betracht gezogen werden sollten.

In den Kategorien Langstrecken und Urlaub vergeben wir nur wenige Sterne, einfach weil Kleinwagen nicht dafür geeignet sind, weitere Strecken zurück zu legen. Solltest du allerdings einen Kurzurlaub in eine nahegelegene Stadt planen, könnte ein Kleinwagen durchaus eine Alternative sein!

In der Kategorie Fahrspaß punkten natürlich unsere Premium-Kleinwagen wie der Audi A1, Fiat Abarth, Renault Clio oder der Mini von BMW. Hiervon haben wir ausreichend Fahrzeuge in unserem Portfolio, schau doch gerne mal rein, wenn der Fahrspaß auch beim Kleinwagen bei dir nicht zu kurz kommen soll. HIER GEHT’S ZU UNSEREN KLEINWAGEN MIT VIEL PS

3.3.       Hobbies

Jagd

Campen

Golfen

Skifahren

Surfen

***

***

***

**

**

Natürlich haben Fahrer von Kleinwagen die unterschiedlichsten Hobbys. Um diese unterstützen zu können benötigen die meisten Kleinwagen Dachgepäckträger, da der Innenraum zum Verstauen von großen Gegenständen, wie beispielsweise einer Skiausrüstung oder ähnlichem nicht geeignet ist. Hierbei ist darauf zu achten, wofür die Träger verwendet werden, wie schwer die Gepäckstücke voraussichtlich werden und ob dein Kleinwagen eine entsprechende Vorrichtung zur Anbringung des Dachgepäckträgers hat. Außerdem gilt es zu beachten in wieweit dein Kleinwagen mit den äußerlichen Bedingungen wie Waldwegen, um zur Jagd oder zum Campen zu fahren, geeignet ist.

4.   Kosten

Kosten wie Anschaffungspreis, Versicherung und Steuern spielen bei den meisten Menschen beim Fahrzeugkauf eine große Rolle. Da Kleinwagen viele verschiedene Marken und Modelle umfasst gibt es auch hier erhebliche Preisunterschiede, die es zu beachten gilt.

Wie bereits zuvor angesprochen gibt es unter den – im Verhältnis – günstigen Kleinwagen auch die Premium-Kleinwagen, die höherpreisig verkauft werden. Zu denen zählen zum Beispiel der BMW Mini, Audi A1, Alfa Romeo Mito und einige weitere.

Insgesamt liegen aber die Preise für Kleinwagen zwischen 11.000 und 23.000€. Gebrauchte Kleinwagen sind natürlich abhängig von Alter, Mängel, Kilometerstand, Ausstattung etc., weshalb die Preise auch hier wieder variieren können.

4.1.       Werterhalt/-verlust

Das ein Auto ab Erstzulassung an Wert verliert ist wahrscheinlich jedem klar. Um wie viel es sich allerdings dabei handelt und wie der Wert über eine Zeit etwas erhalten bleiben kann, wissen aber vielleicht die Wenigsten, weshalb wir euch hier gerne einige Punkte dazu aufzeigen möchten.

Besonders die Tatsache, dass bereits im ersten Jahr nach der Neuzulassung eines Fahrzeugs, das Auto rund 25% an Wert verliert, dürfte für Viele überraschend sein­­. Deshalb sind Jahreswagen verhältnismäßig günstig zu erwerben. Da macht es für die meisten doch Sinn sich einen jungen gebrauchten Kleinwagen zu kaufen, der noch fast neuwertig ist aber viel geringere Anschaffungskosten bereithält.

Nach dem ersten Jahr pendelt sich der Wertverlust ein und beträgt rund fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Diese Angabe ist allerdings nur ein Richtwert. Der tatsächliche Wertverlust ist schwer zu bestimmen, da er von mehreren Faktoren abhängt und davon stark beeinflusst wird. Das Zusammenspiel zwischen dem allgemeinen Zustand des Fahrzeugs, die Laufleistung, Ausstattung, Anzahl der Vorbesitzer sowie die aktuelle Marktsituation für Gebraucht- und Neuwagen spielen hier mit rein und beeinflussen den Wert des Fahrzeugs.

Beim Kauf deines gebrauchten Kleinwagens solltest du also unbedingt auf diese Kriterien achten und dann für dich selbst einschätzen, ob dir das Auto den angegebenen Preis wert ist. (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/wertverlust-auto/ )

Betrachten wir nun wieder unserer Top 5 in Bezug auf den Wertverlust, der für die Fahrzeuge laut ADAC angesetzt wird. Hier wird der Wertverlust pro Monat aufgezeigt.

Modell

VW Polo 1.0 TSI Comfortline

Ford Fiesta 1.25 Titanium

Skoda Fabia 1.2 TSI Style

VW up! 1.0 white up!

Smart ForTwo coupé 1.0

Wertverlust pro Monat

172€

198€

189€

171€

172€

4.2.       Unterhalt (Steuer und Versicherung)

Die monatlichen Gesamtkosten spielen neben den Anschaffungskosten eine große Rolle, da sie für die meisten Autobesitzer zu den größten Ausgaben pro Monat neben den fixen Lebenshaltungskosten ausmachen. Die monatlichen Gesamtkosten setzen sich hierbei zusammen aus den monatlichen Betriebskosten, den Werkstattkosten, den Fixkosten sowie dem anfallenden Wertverlust. Alle diese Variablen hängen stark von Marke und Modell ab. Gerne möchten wir dir aber eine Aufstellung der monatlichen Kosten zu unseren Top 5 Kleinwagen zeigen. Diese findest du in nachfolgender Tabelle.

Modell

VW Polo 1.0 TSI Comfortline

Ford Fiesta 1.25 Titanium

Skoda Fabia 1.2 TSI Style

VW up! 1.0 white up!

Smart ForTwo coupé 1.0

Mtl. Betriebskosten

96€

94€

102€

121€

91€

Mtl. Werkstattkosten

44€

58€

43€

40€

40€

Mtl. Fixkosten

77€

83€

85€

59€

66€

Mt. Wertverlust

172€

195€

189€

171€

172€

Mtl. Gesamtkosten

389€

420€

419€

391€

369€

+ Kfz-Steuer

32€

24€

46€

20€

20

Summe

421€

444€

465€

411€

389€

Die Gesamtkosten für den Smart ForTwo sind in diesem Vergleich am günstigsten, gefolgt vom VW Polo. Rechnet man aber noch die Kfz-Steuer mit ein – die bei kleineren Autos häufig günstiger ausfallen – ist der VW up! günstiger als der Polo. Der Ford Fiesta und der Skoda Fabia liegen auf einer Höhe bei den monatlichen Gesamtkosten. Betrachtet man hierzu aber noch die Kfz-Steuer ist der Skoda Fabia monatlich rund 20€ teurer als der Ford Fiesta.

Zusätzlich muss monatlich noch die Versicherung gezahlt werden, die aber bei allen fünf aufgeführten Modellen niedrig ausfallen.

Weitere Modelle, deren Gesamtkosten niedrig ausfallen sind der Dacia Sandero mit 323€/Monat, Citroen C1 mit rund 326€/Monat, der Skoda Citigo mit etwa 330€/Monat, der Peugeot 108 mit 348€ pro Monat und der Mitsubishi Space Star mit rund 366€/Monat. 

4.3.       Anschaffungskosten

Abgesehen von den Premium-Kleinwagen liegen die meisten Kleinwagen etwa in der gleichen Preisrange von etwa 11.000€ – 27.000€. Sie gehören damit zu dem Segment der günstigeren Fahrzeuge im Vergleich zu Kompaktklasse, SUV etc.

5.   Spezifikationen

Im Folgenden werden wir dir das Thema Kleinwagen in Bezug auf seine spezielle Bauform, die Motorisierung, den Verbrauch und Ausstattungsvariationen näherbringen.

Kleinwagen sind in den Fahrzeugsegmenten unter der Kompaktklasse angesiedelt und somit in Segment B eingeordnet (Segment A sind die Kleinstwagen, die auch hierunter im vorliegenden Text, zu den Kleinwagen gezählt werden).

5.1.       Bauformen

Die typische Bauform des Kleinwagens ist aufgrund des verbauten Schräg- bzw. Steilhecks kürzer als jede Limousine mit Stufenheck. Diese Bauart ist – egal ob im Volumen- oder Premiumsegment – gängig. Als Beispiel sind hierfür der VW Polo und der Audi A1 zu nennen, die sich in ihrer Grundform nicht unterscheiden. Das Steilheck hat sich übrigens durch den BMW Mini durchgesetzt, wie wir später bei der Historie des Kleinwagens erfahren werden.

Ein weiteres Merkmal des Kleinwagens ist der quer eingebaute Motor. Das heißt, der Motor ist (ausgegangen von der Kurbelwelle) quer zur Fahrtrichtung verbaut, was übrigens auch für das Getriebe gilt. Dies hat den Grund, dass somit mehr Platz in der Fahrgastzelle des Kleinwagens besteht. Ein längs eingebauter Motor wäre zwar möglich, kostet jedoch mehr Platz. Davon ab ist der Antrieb beim Kleinwagen als Frontmotor eingebaut, also vorn. Damit ist obendrein ein Frontantrieb die Regel. 

Man kann also sagen, dass Kleinwagen drei Merkmale gemeinsam haben. Zum Ersten ist der quer eingebaute Motor ein typischer Bestandteil des Kleinwagens. Weiterhin besitzen die meisten Kleinwagen Frontantrieb und drittens haben in den meisten Kleinwagen vier Erwachsene plus Gepäck gut Platz. Ein viertes Merkmal bildet – wie bereits erwähnt – das, durch den Mini etablierte Steilheck und damit eine neue Karosserieform des Kleinwagens. Das Steilheck besitzt den Vorteil, dass es das Auto im Gesamten kürzer macht, aber dennoch das eigentliche Platzangebot im Innenraum und im Kofferraum erhalten bleibt. 

Weitere typische Charakteristika eines Kleinwagens sind zwei oder vier Türen, ein geringer Kraftstoffverbrauch und dass sie als Schrägheck, Stufenheck oder Kombi erhältlich sind.

5.2.       Motorisierung

Dadurch dass Kleinwagen von vielen verschieden Herstellern in unterschiedlichen Modellen produziert werden, gibt es natürlich auch Unterschiede in deren Motorisierung. So beispielsweise reicht die Spanne vom kleine Fiat 500 mit rund 70PS bis zum Audi A1 mit bis zu 256PS.

Insgesamt kann man sagen, dass sich die Motorleistung in den letzten Jahren stark verbessert hat. In den Anfängen des Kleinwagens, galt es ausschließlich ein günstiges Auto zu produzieren und zu verkaufen, den man bequem in Städten fahren kann. Heute werden Kleinwagen aber auch gerne für längere Strecken eingesetzt und für Autobahnfahrten verwendet, weshalb der Fahrspaß in Bezug auf die PS-Zahl nicht zu klein ausfallen darf.

Um den Vergleich unserer Top 5 Kleinwagen in Bezug auf deren Motorisierung zu ziehen, kannst du dir nachfolgende Tabelle anschauen.

Modell

VW Polo 1.0 TSI Comfortline

Ford Fiesta 1.25 Titanium

Skoda Fabia 1.2 TSI Style

VW up! 1.0 white up!

Smart ForTwo coupé 1.0

Motorleistung

70kW / 95PS

74kW / 100PS

66kW / 90PS

55kW / 75PS

52kW / 71PS

Es wird schnell ersichtlich, dass die kleineren der Kleinen – also der VW up! und der Smart ForTwo – eine geringere Motorleistung haben, als die drei anderen.

5.3.       Verbrauch und Schadstoffklasse

Wie die Motorisierung unterscheiden sich auch die Verbrauchszahlen, die CO2-Werte sowie die Schadstoffklasse.

Den günstigsten Verbrauch haben die Benziner Toyota Yaris, Suzuki Celerio, Citroen C1, Peugeot 108, Suzuki Baleno, Smart ForTwo, Toyota Aygo, Skoda Citigo, VW up! und Smart ForFour mit durchschnittlich 4l/100km. https://www.adac.de/_mmm/pdf/TOP10-Spritsparmodelle-Kleinwagenklassen-B_48940.pdf

Auch die Schadstoffklassen variieren hier enorm abhängig von den Schadstoffausstoßen. Hier liegen die meisten Kleinwagen in Klasse 5 oder 6.

Die folgende Übersicht zeigt die Verbrauchszahlen, den CO2-Ausstoß-Wert sowie die Schadstoffklasse unserer Top 5.

Modell

VW Polo 1.0 TSI Comfortline

Ford Fiesta 1.0 EcoBoost Start/Stopp

Skoda Fabia 1. TSI Style

VW up! 1.0 white up!

Smart ForTwo coupé 1.0

Verbrauch und CO2-Ausstoß

5,4l/100km, CO2-Ausstoß: 148g/km

5,4l/100km, CO2-Ausstoß: 147/km

5,2l/100km, CO2-Ausstoß: 146g/km

5,2l/100km, CO2-Ausstoß: 119g/km

5,1l/100km, CO2-Ausstoß: 138g/km

Schadstoffklasse

Euro6

Euro6

Euro6

Euro5

Euro6

Vergleicht man nun die Angaben über die Motorleistung mit der der Verbräuche unserer Top 5, kann man sehen, dass natürlich die beiden Kleinen am wenigsten Verbrauchen aber natürlich auch entsprechend weniger Leistung zeigen. Am besten scheidet insgesamt der Skoda Fabia ab mit einer guten Motorleistung von 90PS und einem Verbrauch von rund 5,2l auf 100km und einem CO2-Ausstoß von 146g/km.

5.4.       Ausstattung

Kommen wir nun zur Ausstattung von Kleinwagen. Viele wichtige Ausstattungen sind bereits in der Basisausstattung vorhanden, allerdings kann diese bei Bedarf entsprechend aufgerüstet werden, sodass der Fahrkomfort, die Sicherheit und das Entertainmenterlebnis erhöht wird.

5.4.1.            Basis

Die Basisausstattung ist vollkommen abhängig von den herstellenden Unternehmen sowie den Modellen der Kleinwagen. Zu den gängigsten Basisausstattungen gehören heute Servolenkung, Verbrauchsanzeige, Airbag seitlich und vorne, elektrische Fensterheber und Zentralverrieglung.

Zu beachten ist allerdings, dass beispielsweise beim VW up! höhenverstellbare Kopfstützen nicht als Basisausstattung vorhanden ist und darauf ein Aufpreis verlangt wird.

5.4.2.            Sonderausstattung

Da Kleinwagen vorwiegend in den Städten gefahren werden und dafür geeignet sind kleine Parklücken zu schließen, gibt es so einige Assistenzsysteme, die dies noch mehr erleichtern können. So beispielsweise helfen Rückfahrkameras, Ausparkassistenten etc., um schnell und bequem in jede Parklücke einzuparken.

Aber auch Ausstattungen wie eine unterteilte Rücksitzbank begünstigen den Transport von etwas größeren Teilen im doch sehr kleinen Auto sehr. Weiterhin gelten Dachreling und weitere Vorrichtungen zum Transport von Fahrrädern etc. als ratsam, wenn man mit seinem Kleinwagen auch seinen Hobbies nachgehen und so den Platz möglichst gut ausnutzen möchte.

Um in der Stadt geschützt vor Diebstählen zu sein, bietet es sich vielleicht auch an, Diebstahlwarnanalgen zum Kleinwagen hinzuzukaufen.

Da man in den Städten auch häufig im Stau steht, macht es oftmals Sinn sich Ausstattungen wie beispielsweise ein aktiver Bremsassistent mit hinzuzukaufen, um so nicht versehentlich auf ein langsam vorausfahrendes Auto aufzufahren.

6.   Historie

Die eigentliche Geschichte von Kleinwagen begann in der Nachkriegszeit. Damals war das Geld bei den meisten Menschen knapp und es reichte kaum um sich überhaupt ein Auto leisten zu können geschweige dem ein großes Auto. Die Prioritäten eines Autohalters schwanden von Komfort, Luxus und Ansehen zu günstig, verbrauchsarm, leicht, einfach und robust.

Daher haben die Automobilhersteller angefangen kleinere Autos zu produzieren, um der Nachfrage nach günstigen Fahrzeugen nachzukommen. Besonders erfolgreich war damals das Goggomobil mit 2,9m Länge. Es hatte eine solide Bauweise, einen zuverlässigen Zweitaktmotor und wurde zu einem günstigen Preis verkauft.

Weiterhin zählten zu den ersten Kleinwagen der Gutbrod Superior 600, der Citroen 2CV, später die Lloyds, der NSU Prinz sowie die BMW Modelle 600 und 700. In der DDR wurden daraufhin familientaugliche Pkw zur Massenmotorisierung entwickelt und hergestellt, woraus 1958 der Trabant entstand, der eines der Vorreiter der heutigen Kleinwagen darstellte. Er hatte bereits damals die für heute typischen Kleinwagenmerkmale eines quer eingebauten Frontmotors, Frontantrieb sowie einer Fahrgastzelle, in der vier Erwachsene Personen Platz haben.

Für Kleinwagen war damals ein Zwei- oder Viertaktmotor üblich mit einer Motorleistung von rund 20PS. Änderungen in der Karosserieform kamen 1959 mit dem Mini auf. Der Mini brachte das Steilheck auf den Markt, was die Länge der Autos stark verkürzte, aber dennoch genügend Platz im Innenraum bot.

Nur wenig später Anfang der 1960er kam die nächste neumodische Idee auf: der Viertaktmotor. Der neue Trend von DKW sollte fortan die fünfte meiner Regeln sein. Einzige Ausnahme: der Trabant in der DDR, der sich bis zu seinem Ende Anfang der 1990er weiterhin mit einem Zweitakter begnügen musste. Schuld war allerdings die Engstirnigkeit der politischen Führung, die die Modernisierung ihrer Autoindustrie nicht auf der Agenda hatte.

Neben den vier Takten stieg auch die Leistung meiner Motoren stetig.  Sie betrug in den 1950ern gerade mal neun bis 34 PS, während es heute selten unter 55 PS sind. Tatsächlich mobilisiert so mancher Kleinwagen mittlerweile sogar 200 Pferde wie Polo GTI oder Renault Clio R.S. Trophy. Peugeot 208 GTi 30th und DS3 THP 208 kommen sogar auf 208 PS. Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist die legendäre Citroen „Ente“ 2CV. Der kultige Franzose brachte es zu seinem Start 1949 auf nur neun Pferdchen, während es ab 1980 schon 29 PS waren. Als die Ente 1990 eingestellt wurde, war der 2CV schon hoffnungslos veraltet. 

7.   Marktsituation

Der Markt für Kleinwagen boomt seit den 90er Jahren wieder. Nachdem es in der Nachkriegszeit einen Andrang auf kleine Autos gab, da sich die Menschen wenig leisten konnte, flachte dieser in den 60er Jahren wieder ab. In dieser Zeit wurden Ansehen, Prestige, Komfort wieder wichtiger. Aufgrund der Urbanisierung und des daraus resultierenden Anstiegs an Menschen und natürlich Autos in den Städten wurde es in den letzten Jahren wieder wichtiger, kleine Autos zu produzieren, die in den Städten gut zu fahren und zu parken sind. Auch die Tatsache, dass sich viele Familien – aufgrund der berufstätigen Frauen – vermehrt ein Zweitauto zulegen, ist der Kleinwagen neben einem größeren Auto oftmals Teil der Familie und fördert somit den Absatz dieser Fahrzeugsegmente.

Nicht zuletzt spielt hier auch die Sicherheit und das Fahrkomfort eine Rolle. Dies hat sich in den letzten Jahren auch bei den Kleinwagen stark weiterentwickelt, da die Hersteller den Trend erkannt und darauf reagiert haben. Bei Kleinwagen müssen heutzutage keine Einbußen mehr in Sachen Motorleistung, Komfort oder Aussehen in Kauf genommen werden, was sie für viele Menschen interessant machen.

7.1.       Zulassungszahlen

Betrachtet man die Zulassungszahlen der Pkw-Neuzulassungen des letzten Jahres ist ein Trend zu erkennen, der nach oben geht. So lagen die Pkw-Neuzulassungen bei Kleinstwagen vor einem Jahr noch bei 16.624 und sind bis zum August 2018 auf 21.867 angestiegen.

Ebenfalls gibt es einen Aufwärtstrend bei den Kleinwagen von 33.718 im August 2017 auf 44.763 innerhalb genau eines Jahres.

7.2.       Pannenstatistik

Das Pannenniveau insgesamt ist laut ADAC im Vergleich zum vergangenen Jahr gleichgeblieben. Gerade bei Kleinwagen wird vermehrt darauf verzichtet, das Auto regelmäßig zu warten, da die Arbeiten verhältnismäßig hoch sind. Daher werden oftmals beispielsweise Batterien bis zum Stillstand gefahren, was die Anzahl an Pannen erhöht. Natürlich sind im Segment der Kleinwagen auch ein paar konstant zuverlässige Fahrzeuge, wie beispielsweise der Audi A1, Ford Fusion, Mazda 2, Mini, Mitsubishi Cold, Mitsubishi Space Star, Opel Mokka X und Toyota Yaris. Zudem liefern der Citroen C1, Peugeot 107, Toyota Aygo, Skoda Citigo, Seat Mii, Opel Agila und der VW Fox durchgehend gute Ergebnisse ab.

Ganz im Gegensatz dazu stehen die Sorgenkinder Dacia Sandero von 2013 und der Hyundai i20 der Jahre 2011 bis 2014, die leider eine schlechte Pannenstatistik aufweisen. Weiterhin gibt es beim Fiat 500 und Fiat Panda ständig Probleme, weshalb die Pannenstatistik der italienischen Kleinwagen schlecht ausfallen. https://www.adac.de/infotestrat/unfall-schaeden-und-panne/pannenstatistik/

8.   Fazit

Kleinwagen sind in der heutigen Zeit wichtiger als je zuvor. Das liegt daran, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen, Familien häufig ein Zweitauto besitzen, es immer mehr Singles gibt, die ein kleines Auto einem großen vorziehen, … - es gibt hierfür sehr viel Gründe und nicht zuletzt ist sicherlich auch der gestiegene Komfort und die Sicherheit ein ausschlaggebender Grund dafür, dass sich Menschen gegen ein großes Fahrzeug und für ein kleines entscheiden. Viele Ausstattungen wie beispielsweise Airbags und elektrische Fensterheber gehören heutzutage zur Serienausstattung dazu. Viele Assistenzsysteme begünstigen den Fahrkomfort zusätzlich.

Kleinwagen bieten zudem neben der Kompaktheit viele weitere Vorteile. Sie verbrauchen durchschnittlich weniger Kraftstoff als ihre großen Brüder. Auch die Kosten für Steuer und Versicherung halten sich damit geringer. Ganz allgemein ist also die Haltung eines Kleinwagens – inklusive der günstigeren Anschaffungskosten – günstiger als eines größeren Fahrzeugs.

Und wer glaub, dass ein Kleinwagen stets eine geringe Motorleistung aufweist, irrt sich schon lange! Es gibt einige Kleinwagen, die ähnliche Motorisierungsleistungen aufweisen wie Kompakt- oder Mittelklasseautos. Hierzu zählen vor allem der Audi A1 sowie der Mini von BMW.

Betrachten wir nun noch einmal unserer Top 5, lässt sich sagen, dass jeder seine Vor- und Nachteile bieten. Alles in allem ist der VW Polo wohl die beste Investition.

Der VW Polo punktet mit seinem hohen Grad an Individualisierung sich sein Auto so zu konfigurieren, wie man selbst möchte. Außerdem ist der Verbrauch in Ordnung. Die Anschaffungskosten variieren stark von der Ausstattung und sind durchaus akzeptable für einen Kleinwagen. Betrachtet man zusätzlich die monatlichen Gesamtkosten, fallen diese verhältnismäßig gering aus. Mit einer Motorleistung von rund 90PS ist dieser auch nicht zu verachten.

Wir können also getrost sagen, dass sich Kleinwagen sehr gut als täglichen Begleiter eignen, da sie nicht nur günstig sind und wenig Kraftstoff verbrauchen, sondern auch ständig von den Herstellern weiterentwickelt werden, um Komfort und Sicherheit auch bei den Kleinsten aller Autos zu garantieren. Und solltest du nicht so viel Geld für dein nächstes Auto ausgeben wollen, dann sind junge gebrauchte Kleinwagen immer eine gute Alternative, da die aufgrund des relativ geringen Wertverlusts nach dem ersten Jahr immer noch top in Schuss sind aber dennoch um ein wesentliches günstiger als ein Neuwagen.