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Ratgeber: So entfernst du Hundehaare aus dem Auto

25. Juni 2019
Lesezeit: 3 Minuten

Grüß Gott, ich bin dein Auto. Ich muss mal dringend mit dir reden. Da du mich permanent als rollende Hundehütte missbrauchst, sind meine Polster böse mit Hundehaaren verdreckt. Ganz ehrlich, das gefällt mir gar nicht. Zumal ich irgendwann anfange zu stinken. Willst du das wirklich? Das dachte ich mir. Also beweg’ dich und entferne die Haare von deinem befellten Kumpel. Das tut uns allen gut, glaub’ mir.

Wie du Hundehaare aus dem Auto entfernen kannst? Ach, das ist eigentlich ganz einfach. Deine wichtigste Waffe hast du garantiert schon im Haushalt, einen Staubsauger

Wie kannst du Hundehaare aus dem Auto entfernen?

Als erste Maßnahme zur Entfernung von Hundehaaren saugst du erst einmal mein komplettes Interieur aus. Und wenn ich komplett sage, dann meine ich komplett. Ach, du meinst, es reicht der Kofferraum oder die Rückbank, wo es sich dein Bello immer so schön gemütlich macht? Nein. Denn nutzt du die Klimaanlage oder fährst gern mit offenen Fenster oder Schiebedach, verteilt der Luftstrom die Hundehaare überall in meinem Innenraum. Ob dein Wauzi nur im Kofferraum gastiert oder auf meiner Fondbank lümmelt, ist vollkommen egal. Die Hundehaare finden von dort ihren Weg in jede Ritze und jede noch so kleinste Ecke. Wenn du meinen Innenraum staubsaugst, nutze am besten eine spezielle Polsterbürste für Tierhaare. Alternativ geht eine universelle Tierhaar-Polsterdüse. Im Fachhandel erhältst du außerdem Handstaubsauger, die eigens für Tierhaare gedacht sind. Frage einfach mal direkt nach.

Bist du mit dem staubsaugen fertig, solltest du meine Polster übrigens noch „nachbehandeln“. Und zwar mit einem Handschuh aus Mikrofaser, einer Polsterbürste aus Gummi oder einer Fusselbürste bzw. einem Fusselroller. Leder oder Kunstleder kannst du feucht abwischen, Kunststoff mit typischen Reinigern behandeln. Auflagen, waschbare Bezüge und sogar Fußmatten aus Gummi kannst du bequem in der Waschmaschine waschen. Schau einfach mal auf das Etikett, dort nennen die Hersteller die Pflegehinweise. Obacht gilt bei Gummimatten: Diese darfst du mit maximal 30 Grad waschen, sonst schmilzt das Gummi. Den Fußraum kannst du schließlich mit einer simplen Softbürste von Hundehaaren befreien. Flecken und Gerüche bekommst du mit speziellen Mitteln aus dem Fachhandel weg. Clevere Hausmittel gegen den Hundemief findest du außerdem in Backpulver oder Kaffeesatz. Fülle damit eine Schüssel und stelle diese über Nacht in meinen Innenraum. Zum nächsten Morgen ist der Hundemief weg, weil gebunden.

Wie du Hundehaaren präventiv vorbeugen kannst

Obendrein kann ich dir nur raten, ab sofort auf präventive Maßnahmen zu setzen. Also den Hundehaaren schon im Vorfeld vorzubeugen. Dann sparst du dir viel Arbeit. Und mir die Haare. Wie du vorbeugen kannst? Ach, das ist ganz einfach. Schau doch mal im Netz nach Hundeschondecken. Diese bekommst du maßgeschneidert für meinen Kofferraum oder für meine Fondbank. Die Montage ist in der Regel kinderleicht. Schondecken für den Kofferraum sind mittels Klettbänder fixiert, Schondecken für die Rückbank über die Kopfstützen.

So sind diese Schondecken bei Bedarf ruckzuck ein- und bei Nichtgebrauch wieder ausgebaut. Davon ab sind solche Hundeschondecken recht kuschelig, was deinen Bello sicher freut. Deine Mitfahrer dürften die Decken ebenfalls lieben, schließlich bleibt so deren Kleidung von Hundehaaren verschont. Schön schaut das nämlich nicht aus.

Warum auch die Hunderasse interessant ist

Was ich dir ebenfalls sagen kann: Hundehaar ist nicht gleich Hundehaar. Falls du damit spekulierst, dir einen Wauzi zuzulegen, ist die Rasse durchaus interessant. Kurze, borstige Hundehaare verhaken sich regelrecht in meinen Polstern und sind daher nur schwer herauszubekommen. Ein einfacher Staubsauger reicht bei solchen Hundehaaren meistens nicht. Besser: Hunde mit langen Haaren. Die sind recht fix aus meinen Innenraum entfernt, weil in der Regel einfach aufzusaugen. Bei den kurzen borstigen Hundehaaren musst du hingegen mehr „leisten“. Nötig sind zudem spezielle Aufsätze für Tierhaare oder sogar Tierhaar-Staubsauger. Zumindest behaupten das viele Hundebesitzer.

Es gibt übrigens auch Hunde, die relativ wenig haaren. Zum Beispiel die französische und deutsche Bulldogge, Pudel, Malteser, Chihuahua, Schnauzer oder Papillon. Randnotiz: Wenig haarende Hunderassen gelten mitunter sogar als „anti-allergisch“. Von daher hast du selbst mit einer Hundehaarallergie durchaus Chancen auf einen Hund. Allerdings solltest du das vorher testen. Denn wie du als Allergiker auf den Hund reagierst, ist quasi vom Hund abhängig. Selbst bei zwei Hunden der gleichen Rasse kannst du bei dem einen heftig reagieren, bei dem anderen deutlich weniger.

So und jetzt befreie mich endlich von diesen elenden Hundehaaren. Danke.