Dienstag, der 12. November 2019
Ratgeber

Damit du im Herbst nicht ins Schleudern kommst: Tipps für eine sichere Fahrt

30. Oktober 2019
Lesezeit: 3 Minuten

In der sogenannten dunklen Jahreszeit gibt es bestimmte Risikofaktoren, die es noch gefährlicher als sonst machen, ein Auto zu bewegen. Ich als Fahrzeug kann dir versichern, dass es hilft, wenn du dir der gesteigerten Risiken bewusst bist und dich im Voraus darauf einstellst. Deshalb kommen jetzt ein paar Tipps, wie du dich im Herbst auf der Straße verhalten sollst, damit du sicher an dein Ziel kommst.

…und plötzlich siehst du nichts mehr…

Im Herbst werden die Tage nicht nur kürzer, sondern auch kühler. Das hat zur Folge, dass bei starken Temperaturschwankungen häufiger Nebel auftritt. Bei Nebel hilft nur eins: runter vom Gas! Das gilt nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf Landstraßen und sogar in der Stadt, wenn die Sicht behindert ist. Denk einfach daran, dass Nebel auch plötzlich besonders in Senken, an Waldrändern oder Gewässern auftreten kann. Es ist ausgesprochen gefährlich, wenn du mit zu hoher Geschwindigkeit in eine Nebelbank hineinfährst und nicht weißt, wo die Straße weiterführt …

Viele Autofahrer haben Schwierigkeiten damit, sich darauf einzustellen, wieder mehrheitlich im Dunklen unterwegs zu sein. Was du diesbezüglich tun kannst? Du kannst es üben, im Dunklen zu fahren. Wähle einfach am Anfang eine bekannte Strecke, in der dir jede Kurve bestens vertraut ist. Wenn du da ein paar Mal im Dunklen entlangfährst, ist das sicher hilfreich für die Umstellung.

Für den Fall, dass du sehr unsicher bei Dunkelheit fährst, könnte ein Besuch beim Augenarzt helfen. Lass deine Augen durchchecken, wenn du das Gefühl hast, dass irgendeine Form von Nachtblindheit vorliegt. Neben Übungsfahrten können Augenvitamine helfen, die Sehfähigkeit im Dunkeln leicht zu verbessern, aber erwarte nicht zu viel davon.

Natürlich solltest du unbedingt deine Lichtanlage professionell überprüfen und gegebenenfalls in Ordnung bringen lassen, wenn die Tage kürzer werden und du beim Fahren mehr auf deine Beleuchtung angewiesen bist. Die besten Augen nützen dir nichts, wenn dein Scheinwerfersystem nicht intakt ist.

…und plötzlich rutschst du einfach weg …

Im Herbst kann es glatt werden auf den Straßen. Da gibt es verschiedene Faktoren, die dich ins Rutschen bringen können: Zum einen kann es viel regnen, sodass es zu Aquaplaning kommt; es kann frieren, wenn die Temperaturen unter null fallen und der Laubfall kann so heftig werden, dass eine schmierig-seifige Schicht auf dem Asphalt entsteht. Pass deine Fahrweise unbedingt der Situation an! Besonders nach Stürmen und starken Regenfällen oder nach einem Frost kann sehr viel Laub gleichzeitig von den Bäumen fallen. Da nützt dir der beste Reifen nix.

Da wir gerade bei Reifen sind: Du solltest unbedingt zum Beginn des Herbstes überprüfen, ob du mit einer angemessenen Bereifung unterwegs bist. Das bedeutet, dass du entweder einen Allwetterreifen mit der M&S-Kennzeichnung und der Schneeflocke fährst oder einen expliziten Winterreifen aufgezogen hast. Prüfe die Profiltiefe und schaue nach, ob der Reifen irgendwelche Beschädigungen aufweist.

Nimm die 4-Grad-Warnung, die heute viele Autos abgeben, ernst. Bei 4 Grad und weniger besteht eine deutlich erhöhte Gefahr, dass an ausgewählten Stellen in ungünstiger Lage auch Bodenfrost auftritt.

Denke in Bezug auf Eis- oder Reifglätte bitte unbedingt daran, dass es bestimmte Stellen gibt, an denen solche glatten Flecken auf der Straßenoberfläche auch punktuell auftreten können. Das sind vor allen Dingen Waldränder, Taleinschnitte, Hügelkämme, Brücken. Es ist möglich, dass an diesen Stellen Frost viel früher auftritt als anderswo. Passe deine Fahrweise an.

…und plötzlich hebst du ab …

Alle reden vom Klimawandel. Der kann im Herbst dafür verantwortlich sein, dass du mit starken Stürmen konfrontiert bist. Da hilft nur eines: die Geschwindigkeit senken. Denk mal daran, dass du vor allen Dingen auf Brücken oder auf Straßen, die in freies Gelände hinausführen, sei es aus einem Wald oder einer Ortschaft heraus, plötzlich starken Windböen ausgesetzt sein kannst. Je nachdem, wie groß, wie schwer und wie dein Fahrzeug zugeschnitten ist, ist es mehr oder weniger windanfällig. Auf jeden Fall das Steuerrad bei Wind mit beiden Händen festhalten und zur Sicherheit die Geschwindigkeit drosseln!

…und plötzlich macht jemand Mist …

Du musst an einem Unfall nicht selbst schuld sein. Es reicht, wenn andere sich falsch verhalten. Das sind zum einen die Geistesgiganten, die nur ein Guckloch in ihrer Frontscheibe freikratzen und das für ausreichend halten, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Rechne vorsichtshalber damit, dass es solche verantwortungslosen Menschen reichlich gibt.

Ein anderes Risiko an einem kalten Morgen sind beispielsweise auch Schulkinder, die dick eingemummelt in Kapuzen oder unter einer Mütze regelrechte Scheuklappen tragen und einfach nicht sehen können, wenn sich ein Fahrzeug von der Seite nähert.

Außerdem sind Wildunfälle in der Winterzeit relativ häufig, wenn Wildtiere auf der Suche nach Futter auch fremde Gebiete erobern, in denen sie sich nicht so umsichtig bewegen wie sonst.