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Kein Grund zum SUV-Bashing: BMW ix3

28. Mai 2020
Lesezeit: 3 Minuten

Du weißt nicht, was es SUV-Bashing ist?

Nun, so nennt man im Zuge der verschärften Klima-Bewusstseinsbildung die generelle Verteufelung aller Sports Utility Vehicle. Allerdings gehen den SUV-Gegnern eine ganze Menge ihrer gängigen Argumente aus, wenn ein SUV über einen rein elektrischen Antrieb verfügt. BMW ist dabei, mit seinem ix3 solch ein Auto auf den Markt zu bringen. BMW nennt sein Produkt übrigens SAV, ein Sports Activity Vehicle, vielleicht sogar, um dem SUV-Bashing ganz gezielt auszuweichen.

Das Ziel von BMW ist klar: Bis 2025 will der Konzern insgesamt 12 voll elektrisch angetriebene Fahrzeuge für seine Kunden im Sortiment bereithalten. 2020 soll der BMW ix3 auf den Markt kommen und zu dieser Zwölfergruppe gehören. Interessenten müssen also noch ein wenig Geduld aufbringen.

Den BMW ix3 würde ich mir gerne einmal mit dir zusammen anschauen, sofern das angesichts der etwas dürftigen Informationslage schon möglich ist. Wie bei allen neuen Modellen hält sich auch BMW mit Details bedeckt, solange die Entwicklungsphase nicht abgeschlossen ist – die Firmenhomepage gibt lediglich ein paar Informationen zu den technischen Fakten um die Leistungsfähigkeit der Batterie.

 

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Wo bitteschön ist da der Tank?

Natürlich verfügt ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug über keinen Tank. Trotzdem ist die Lage der Ladebuchse für den BMW ix3 einigermaßen ungewohnt: Sie befindet sich auf dem vorderen linken Kotflügel (!) und versteckt sich witzigerweise hinter etwas, das wie eine Tankklappe aussieht. Da bisher nur einige wenige Erlkönige dieses BMW Modells von findigen Journalisten aufgespürt werden konnten, gibt es noch nicht allzu viele Informationen darüber. Aber die Sache mit der „Tankklappe“, die keine ist, kann man auch auf der werkseigenen Internetseite sehen.

Als „Concept Car“ bzw. Designstudie wurde das Automodell ix3 im Jahr 2018 zunächst in Peking bei der Auto China vorgestellt, natürlich, ohne allzu sehr im Detail zu informieren. Ein paar Fakten sind jedoch einigermaßen sicher. Beispielsweise kommt der BMW ix3 (im Gegensatz zu einigen anderen elektrisch angetriebenen Kollegen) ohne Auspuffattrappen am Heck aus. Der Antrieb ist rein elektrisch und man steht im Design dazu. Allerdings ist geplant, auch einen Plug-in-Hybrid auf den Markt zu bringen, jedoch erst im Anschluss an die Markteinführung der vollelektrischen Version.

Auf jede Achse des ix3 soll ein eigenständiger Elektromotor wirken. Die „Auto Zeitung“ will wissen, dass da insgesamt 272 PS zum Zuge kommen. Man geht nach bisherigem Informationsstand davon aus, dass die Batterie 70 Kilowattstunden leisten soll. Natürlich handelt es sich um eine Lithiumionen-Batterie. Der Autohersteller BMW gibt auf seiner Homepage zu dem Modell ix3 an, dass diese Batterie eine Reichweite von bis zu 400 km ermöglichen soll. (An dieser Stelle ist wahrscheinlich eine ähnliche Skepsis durchaus angebracht wie bei den Kraftstoffverbrauchsangaben für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch ihre Anbieter: Hersteller neigen hier zu einem Optimismus, der sich in der Realität nicht immer als begründet erweist.)

BMW hat seine Elektroantriebe, nach eigenen Angaben, noch einmal besonders im Hinblick auf Gewicht und Größe verbessert. Beides sollte der Reichweite der E-Fahrzeuge zugutekommen. Immerhin gilt der E-Antrieb des ix3 als Antrieb der 5. Generation – da sollte man über Kinderkrankheiten hinweg sein.

Die Ladezeit der Batterie gibt der Hersteller mit etwa 30 Minuten an. Das ist recht flott und klingt einigermaßen alltagstauglich. Ein 150 kW-Lader macht die kurze Ladezeit möglich.

Für alle, die Wert auf den Umweltschutz legen, betont BMW, dass bei den Elektromotoren der Automarke keine seltenen Erden mehr notwendig sind, deren Abbau ja bekanntermaßen schwere Umweltschäden nach sich zieht.

Der BMW ix3 soll übrigens – samt Batterie – in China hergestellt und auch von dort aus exportiert werden.

Nomen est omen – was das in uns im Zusammenhang mit BMW sagt

BMW wird alle seine Elektromodelle – zumindest dem gegenwärtigen Plan nach – mit einem i bezeichnen. Weit vorausschauend hat man sich bereits die Namensrechte von ix1 bis ix9 gesichert.

Aber nicht nur die Typenbezeichnung soll die neuen Modelle auszeichnen. Optisch setzt das Modell ix3 neue Maßstäbe, vor allen Dingen, weil sich die charakteristische BMW-Niere im Kühlergrill und damit quasi das Gesicht des Autos verändert hat. Diese neue Form der Niere soll stilbildend für alle anderen Elektro-Modelle von BMW sein und deshalb für die anderen E-Autos übernommen werden. Außerdem weist sie gegenüber der früheren Form angeblich günstigerer aerodynamische Eigenschaften auf.

Rein optisch erinnert die neue „Niere“ mich jedenfalls ein bisschen an eine stilisierte Sonnenbrille.

…der Rest ist Schweigen

Den Bildern nach, die BMW selbst von seinem Modell ix3 veröffentlicht, schaut man auf ein typisches SUV, egal wie der Hersteller das Modell nennen möchte. Angaben zum Energieverbrauch beziehungsweise zu irgendwelchen Emissionen liegen nicht vor. Der Hersteller stellt lapidar fest, dass Verbrauchswerte noch nicht bekannt sind. Bleibt festzuhalten, dass man über den BMW ix3 nicht allzu viel sagen kann.

(Bild: BMW (Concept iX3))