Es ist wieder soweit: Der TÜV-Verband hat seine Bilanz gezogen.
Für den TÜV-Report 2026 wurden rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Mängelquote steigt, und besonders ein Pionier der Elektromobilität landet hart auf dem Boden der Tatsachen.
Trendwende: Mehr Fahrzeuge fallen durch
Die Gesamtbilanz des TÜV-Reports 2026 zeigt eine Verschlechterung des technischen Zustands auf deutschen Straßen. Insgesamt kommen weniger Autos mängelfrei durch die Hauptuntersuchung (HU) als noch im Vorjahr.
Durchfallquote gestiegen: Etwas mehr als jedes fünfte Auto (21,5 %) erhielt keine Plakette, da „erhebliche“ oder sogar „gefährliche Mängel“ festgestellt wurden. Das ist ein Zuwachs von 0,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Auch mehr kleine Defekte: Die Anzahl der Fahrzeuge, die zwar die Plakette erhielten, aber dennoch „geringe Mängel“ aufwiesen, kletterte ebenfalls – und zwar um 0,8 Punkte auf 12,3 %.
Tesla als Schlusslicht: Das Tesla Model Y belegt den aller letzten Platz.
Gesamtsieger: Der Mazda 2 zeigt, wie Zuverlässigkeit geht.
Das Tesla-Debakel: Model Y auf dem letzten Platz. Elektroautos sind im kommen, doch die Mängelbilanz ist durchwachsen.
Besonders bitter sieht es für Tesla aus. Das Model Y landet mit einer Mängelquote von 17,3 % auf dem letzten Platz aller 110 geprüften Fahrzeuge in der Altersklasse der zwei- bis dreijährigen Autos. Das ist der schlechteste Wert seit zehn Jahren! Auch das Model 3 bekleckert sich nicht mit Ruhm und landet nur zwei Plätze vor dem Model Y. Die Hauptprobleme: Achsaufhängungen (leiden unter dem Gewicht der Batterie), Bremsscheiben (rosten durch seltene Nutzung dank Rekuperation) und die Beleuchtung.
Lichtblick bei den Stromern Dass es auch anders geht, zeigen der Mini Cooper SE, der Audi Q4 e-tron und der VW ID.3. Sie beweisen, dass E-Mobilität und Zuverlässigkeit kein Widerspruch sein müssen.
Wer ist Gesamtsieger im TÜV-Report 2026?
Im TÜV-Report 2026 gibt es einen Wechsel an der Spitze: Der Mazda 2 holt sich den Gesamtsieg und verweist die Konkurrenz auf die Plätze.
Warum er gewonnen hat:
Top-Quote: Bei den zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen wiesen lediglich 2,9 Prozent erhebliche Mängel auf.
Bester aller Klassen: Das ist der niedrigste Wert unter allen geprüften Modellen im diesjährigen Report.
Das Urteil der Experten: Laut Joachim Bühler vom TÜV-Verband ist der Mazda 2 ein „solider Kleinwagen“, der nicht nur in jungen Jahren glänzt. Auch im fortschreitenden Alter bleiben seine Mängelquoten stabil unter dem Durchschnitt, was ihn zu einem dauerhaft zuverlässigen Begleiter macht.
Premiere beim TÜV-Report 2026: Auszeichnung für Langzeitqualität
Der TÜV-Verband führt eine neue Kategorie ein, um besonders langlebige Fahrzeuge zu würdigen. Erstmals wird der Titel „Sieger Langzeitqualität“ vergeben. Wer auf Langzeitqualität setzt (Fahrzeuge 10–11 Jahre), ist laut TÜV bei Mercedes am besten aufgehoben. Gefolgt von Audi und Toyota.
Hier sind die Details zur neuen Auszeichnung:
Zielgruppe: Bewertet werden Fahrzeuge, die bereits 10 bis 11 Jahre alt sind. Kriterium: Den Titel erhält der Hersteller, dessen Autos in diesem Alter die geringste Quote an sicherheitsrelevanten Mängeln aufweisen. Bedeutung: Die Auszeichnung dient als Nachweis für hohe Produktqualität, Langlebigkeit und zuverlässigen Service auch bei älteren Gebrauchtwagen.
Die Gewinner der jeweiligen Altersklassen
Sieger nach Fahrzeugklassen (2–3 Jahre)
Fazit
Trotz des steigenden Durchschnittsalters auf Deutschlands Straßen gibt es gute Nachrichten: Rund zwei Drittel aller Autos meistern den TÜV völlig mängelfrei. Besonders erfreulich schneidet der Mazda 2 ab, der sich als neuer Zuverlässigkeits-Champion an die Spitze setzt, während Marken wie Mercedes und Toyota beweisen, dass hohe Qualität auch bei über zehn Jahre alten Fahrzeugen Bestand hat. Auch im E-Segment gibt es starke Vorbilder: Modelle wie der Audi Q4 oder Mini Cooper SE zeigen eindrucksvoll, dass Elektromobilität absolut solide und langlebig sein kann.
















