Dienstag, der 17. September 2019
Technik

Die beliebtesten Innenausstattungen & Extras

20. August 2019
Lesezeit: 3 Minuten

Zugegeben, es ist nicht wirklich schön, wenn wir jetzt schon darüber sprechen, dass wir uns irgendwann trennen müssen, aber ich möchte dir doch empfehlen: Frage mich als Auto einmal, was ich in Sachen Innenausstattung unbedingt enthalten sollte, damit du mich zu einem guten Preis wiederverkaufen kannst, wenn unsere Wege auseinander gehen. Weißt du, ich finde es einfach schön, wenn später jemand zu mir sagt: „Du bist ja ein Schnuckelchen! Dich nehm´ ich auf der Stelle!” Lass uns deshalb gleich zu Beginn unserer Beziehung ganz offen über Fragen der Ausstattung reden.

Mit Sitzheizung, Navi & Co. zu einem hohen Wiederverkaufswert

Bei den meisten Autokäufern, die sich einen Neuwagen leisten, ist es ein Tanz auf Messers Schneide: Die wollen sich einerseits etwas gönnen, nicht auf wichtige oder notwendige Extras verzichten, haben aber andererseits durchaus im Blick, dass mit jedem Extra der Preis ihres Neuwagens steigt. Trotzdem sollte jeder, der sich die Ausstattung seines Autos persönlich zusammenstellt, bedenken, wie der Wiederverkaufswert von uns Fahrzeugen durch gewisse Extras beeinflusst wird.

Fachleute raten dazu, einen Neuwagen mit Metallic-Lackierung, fest eingebautem Navi, Klimaanlage, Alufelgen und Sitzheizung auszurüsten, denn diese Faktoren wirken sich ausgesprochen positiv auf einen guten Wiederverkaufswert aus. Warum? Das liegt auf der Hand:

  • Metallic-Lackierung ist einerseits schick, andererseits etwas widerstandsfähiger als herkömmliche Lackierungen.
  • Angesichts der immer komplizierter werdenden Verkehrswege, vor allen Dingen in den Bereichen der Innenstädte, ist ein Navi nicht nur angenehm, sondern wirklich ein Sicherheitsplus. Je nach System sagt es sehr präzise an, ob voraus ein Stau oder eine Unfallstelle zu erwarten sind und gibt entsprechende Warnungen aus. Das ist ein Service, denn kaum ein Autofahrer mehr missen möchte. Hantieren mit nicht fest installierten Navigationssystemen ist einfach lästig. Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass die Saugnäpfe mobiler Navigationssysteme prinzipiell dann mit einem bösartigen „Plopp!“ von der Scheibe abrutschen, wenn du sie irgendwo auf einer gigantischen Kreuzung in einer großen Stadt ganz besonders dringend brauchst. Ein Navi im Fußraum nützt nix. Also besser fest einbauen!
  • An die Annehmlichkeiten einer Klimaanlage haben wir uns im Auto inzwischen sehr gewöhnt und können uns kaum noch vorstellen, wie es war, im Stau zu stehen, und in einer Blechbüchse bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad langsam gekocht zu werden… Die Nachrüstung einer Klimaanlage ist im Vergleich mit dem Preis bei der Erstausstattung vergleichsweise teuer – und ich kann euch versichern: Jeder, wirklich jeder Autofahrer möchte eine haben. Und ganz ehrlich: Verschwitzte Sitze sind doch eklig!
  • Über die Notwendigkeit von Alufelgen kann man diskutieren, aber das Auge isst ja auch mit beim Auto fahren…
  • Man kann eine Autofahrt im Winter auch ohne Sitzheizung überleben, aber sie stellt halt ein bequemes Extra dar. Außerdem kann eine Sitzheizung bei Rückenschmerzen helfen, falls du damit zu tun hast.

Clevere Assistenzsysteme werden immer beliebter

Fahrerassistenzsysteme wie Abstandstempomat oder Einparkassistent sind praktisch und hilfreich; es wird allerdings erfahrungsgemäß bisher beim Gebrauchtwagenkauf wenig darauf geachtet. Wenn du mich als Auto zu diesem Thema fragst, sage ich: „Solche Fahrassistenzsysteme werden noch längst nicht genügend geschätzt.“

Ich persönlich halte den Abstandstempomaten für ein geniales Tool. Weil Menschen doch immer unterschiedlich auf Außeneinflüsse bzw. Ablenkungen reagieren und unterschiedlich gut drauf sind, gibt es durchaus Tage, an denen sie beim Autofahren technische Unterstützung wirklich brauchen können. Vielleicht solltet ihr Menschen einmal drüber nachdenken, dass manche dieser Assistenzsysteme lebensrettend sein können, wenn ihr euch als Autofahrer einmal nicht optimal verhaltet.

Der wahre Klassenkampf findet im Auto statt!

Ob euch das passt oder nicht, wir leben in einer Gesellschaft, in der es ein Oben und Unten gibt. Das bildet sich natürlich auch auf der Straße ab, wo sich Oberklassewagen und Kleinwagen gleichzeitig und nebeneinander tummeln. Für einen Oberklassewagen, der etwas auf sich hält, sind ein Schiebedach oder Ledersitze einfach ein Muss. Ein selbstbewusster Kleinwagen kommt ohne so etwas aus – und lässt sich auch ohne derartige Ausstattungselemente gut weiterverkaufen. Es empfiehlt sich deshalb, einfach einmal in einschlägigen Internet-Portalen nachzusehen, was grade bei welcher Autoklasse in ist und was nicht.

Keiner ist gezwungen, beim Autokauf dumm vorzugehen…

Über Geschmack lässt sich streiten. Aber wenn ich mich manchmal auf einem Parkplatz oder in einem Parkhaus umschaue, dann frage ich mich schon, was sich die Autokäufer bei der Konfiguration der Farben und Ausstattungen ihrer Autos gedacht haben. Da gibt es Kombinationen von Designs, Lackfarben und Innenausstattungselementen; dabei fallen mir die Scheinwerfer aus der Chromleiste! Für den Fall, dass ihr euer Auto irgendwann einmal einigermaßen erfolgversprechend verkaufen wollt, kann ich nur raten: In Privatangelegenheiten könnt ihr euch farbenfroh ausleben, aber bitte gestaltet die Farben eurer Autos etwas zurückhaltender!