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Wann lohnt sich ein Winterauto? Alle Tipps und Infos

12. November 2020
Lesezeit: 5 Minuten

Manch einer liebt es, mit einem sportlichen Cabrio durch die Gegend zu kurven. Andere wiederum bevorzugen Youngtimer. Und wieder andere sind vernarrt in ihr Motorrad und wollen die Freiheit auf zwei Rädern genießen. Doch wenn es kalt, nass oder eisig wird, sind diese Arten der Fortbewegungen weniger ideal. Um das schöne Sommerauto vor der Witterung zu bewahren, solltest Du auf ein widerstandsfähigeres Fortbewegungsmittel setzen. Ein Fahrzeug, das Wind, Regen und Schnee trotzt und Dich sicher an Dein Ziel bringt: ein Winterauto. Doch was macht ein gutes Winterauto aus? Alle Infos haben wir für Dich.

Warum braucht man ein Winterauto?

Es gibt viele Gründe, sich ein Winterauto zuzulegen. Interessant ist das für all jene, die ein Sommerauto besitzen (oder eben ein Motorrad) – und das heißgeliebte Blech vor Salz, Split und fiesen Witterungsbedingungen schützen wollen. Denn besonders Old- und Youngtimer als auch Cabrios haben es im Winter schwer. So greift beispielsweise herausgeschleudertes Streusalz ein Textildach massiv an. Heckscheiben aus Kunststoff werden wiederum nach einigen Wintern blind und brüchig. Wer viel Geld in die polierten Alufelgen investiert hat, ärgert sich dann sehr, wenn diese durch Streusalz Rost ansetzen.

Hier eine kurze Checkliste, wann sich ein Winterauto lohnt:

  1. Bist Du Cabrio-Fahrer im Sommer? Dann kann ein zweiter, wintertauglicher Gebrauchtwagen in jedem Fall Sinn ergeben.
  2. Gleiches gilt, wenn Du einen Young- oder Oldtimer fährst. Dann nämlich ist die Investition in ein Winterauto sinnvoll, da die durch Witterung bedingten Reparaturkosten bei einem wertvollen Auto deutlich teurer sind, als bei einem gebrauchten, aber zuverlässigen Zweitwagen.
  3. Zu guter Letzt ist ein Winterauto sinnvoll, wenn Du in hügeligen oder bergigen Regionen lebst. Gerade bei Schnee und Glätte empfiehlt sich dann nämlich ein guter Allrad-Antrieb.

Das perfekte Winterauto: Darauf solltest Du achten

Wenn Du Dir ein robustes Winterauto zulegen möchtest, solltest Du Dir vorab die Frage stellen, was Du eigentlich genau möchtest. Manch einer schwört auf Allradantrieb. Andere wünschen sich einen Hinterradantrieb – für actionreiche Drifts im Schnee. Anderen ist es bereits genug, wenn die Karosserie rostfrei ist, die Winterreifen ausreichend Profil haben und die Frontscheibe beheizbar ist.

Auf diese Checkliste solltest Du aber in jedem Fall achten:

  • Achte auf Winterreifen mit ausreichend Profil. Denn ganz egal, für welches Modell Du Dich entscheidest: Dein Winterauto soll Dich sicher durch Schnee und Eis bringen.
  • Check auch genau, ob der Wagen mit einer starken Frontscheibenheizung mitsamt guter Belüftung für die Windschutzscheibe ausgestattet ist. Beheizte Spiegel sind ein absolutes Plus.
  • Auch die Innenraumheizung sollte leistungsfähig sein, damit Du auf Deinen winterlichen Fahrten nicht fröstelst. Wer es noch komfortabler haben möchte, achtet auf Sitz- und Lenkradheizung.
  • Ganz ohne Frage ist eine funktionierende Lichtanlage maßgeblich für Dein Winterauto. Bestenfalls ist der Zweitwagen für die kalte Jahreszeit mit kräftigen Xenon-Strahlern oder gar (Matrix-) LEDs ausgestattet.
  • Kräftig und leistungsstark sollte auch die Batterie sein.
  • Zu guter Letzt sollte Dein Winterauto mindestens zwei Airbags und ESP besitzen.

Das richtige Winterauto finden: Tipps von den Experten

Kurzum: Das perfekte Winterauto richtet sich nach Deinen Vorlieben. Aber keine Sorge: wir wären nicht echte Experten, wenn wir Dir nicht handfeste Empfehlungen für Dein Winterauto aussprechen könnten.

#1: Elegant über Schnee und Eis: Audi A4 Avant

Elegantes Understatement: Dafür steht der Audi A4 Avant. Wenn Du also entspannt und zugleich stilvoll durch den Winter kommen möchtest, ist der Audi A4 Avant eine gute Wahl. Serienmäßig wird das Modell mit Frontantrieb angeboten, für bestimmte Motorisierungen gibt es optional den Allradantrieb quattro. Vor allem aber ist es ein rundum sicheres Auto – mit einem umfangreichen Angebot an modernen Assistenzsystemen. Damit nimmt der Audi A4 Avant in seiner Fahrzeugklasse eine Spitzenstellung ein.

#2: Für den winterharten Geländeeinsatz: Jeep Grand Cherokee

Wenn Du vornehmlich in einer schneereichen und vor allem bergigen Region unterwegs bist, ist ein Winteratuo mit Allradantrieb in jedem Fall empfehlesnwert. Ein echtes Kraftpaket ist der Jeep Grand Cherokee – mit einer Länge von bis zu 4,88 Meter und fast 500 PS! Trotz der beeindruckenden Daten, bewegt sich der Jeep Grand Cherokee beeindruckend leichtfüßig. Die Lenkung ist leicht, das Kurvenverhalten gut. Insbesondere auf grobem Terrain entfaltet der Jeep Cherokee dann sein ganzes Können. Und das kann richtig Spaß machen!

#3: Kompakter Kältekiller: VW Passat

Ein echter Klassiker im Portfolio von VW ist der Passat. Und das aus gutem Grund: Zuverlässigkeit und eine hohe Qualität machen den Passat zu einem der beliebtesten Mittelklasseautos in Deutschland. Seit fast 50 Jahren leistet der Passat seinen Fahrern in all seinen Varianten treue Dienste. Ganz gleich für welches Modell und welche Ausführung Du Dich entscheiden solltest: Der Passat bringt Dich sicher durch den Winter.

#4: Eiskalter Pragmatismus: Skoda Octavia

Der Skoda Octavia bietet Dir als Winterauto viele Vorteile: Ihn gibt es als Schrägheck oder Kombi, er bietet viel Platz für seine Klasse und die Verarbeitung ist auch nach zahlreichen Wintern absolut in Ordnung. Auch Rostprobleme kennt der Octavia kaum. Da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Viele, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Zweitwagen für den Winter zuzulegen, fragen sich sicher auch: Rentiert sich ein Winterauto? In der Regel ist es empfehlenswert, auf einen guten Gebrauchtwagen zu setzen, um die Kosten zu senken. Zudem solltest Du bedenken, dass Steuer und Versicherungen auf Dich zukommen – zumindest in den Wintermonaten, wenn das Auto angemeldet ist. Das ist in der Regel von Oktober bis März der Fall.

In diesem Zeitraum kannst Du Dein Winterauto mit einem Saisonkennzeichen anmelden. Allerdings: In der übrigen Zeit, also in den Sommermonaten, benötigt Dein Zweitwagen einen Abstellplatz auf privatem Grund. Auf öffentlichen Parkplätzen ist es nicht gestattet, das Auto zu parken.

Daneben solltest Du mit Investitionen für Inspektion, Reparaturen und HU-Untersuchungen rechnen, wenn Du Dein Winterauto über eine Saison hinweg nutzen möchtest. Viele gute Gründe also, für einen günstigen Gebrauchtwagen. Klick Dich am besten durch unser Angebot und finde das perfekte Winterauto für Deine Zwecke.