Mittwoch, der 17. Juli 2019
Ratgeber

Pflege des Autos – So pflegst du mich richtig

02. Mai 2019
Lesezeit: 3 Minuten

Du hast viel Geld für mich ausgegeben und möchtest natürlich, dass ich mich so lange wie möglich im besten Licht präsentiere? Dann musst du selbst auch einiges dafür tun. Ich benötige eine regelmäßige und sorgsame Pflege. Das gilt insbesondere, wenn du mich neu und frisch vom Werk kaufst. Denn innerhalb von vier Jahren verliere ich bis zu 40 Prozent an Wert. Wie hoch der Restwert tatsächlich ist, hängt unter anderem davon ab, wie gut du mich pflegst.

So beugst du dem Wertverlust vor

Typische Alterserscheinungen kannst du schon allein dadurch verhindern, dass du mich richtig unterbringst. Stellst du mich beispielsweise direkt an der Straße ab, bin ich zu jeder Jahreszeit der Witterung ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Gefahr besteht, dass ein Marder die Schläuche in meinem Innenleben anknabbern könnte. Die Gefahr dieser Schäden kannst du erheblich reduzieren, wenn du mich in einer Garage abstellst.

Mit einer regelmäßigen Reinigung zum Erfolg

Damit ich möglichst lange strahlend schön bleibe und meinen Wert behalte, musst du mich unbedingt regelmäßig reinigen. Das gilt sowohl für den Innenraum, als auch meine Hülle. Kaufst du mich als Neuwagen, ist mein Lack in den ersten Monaten besonders empfindlich. Das liegt daran, dass die meisten Autohersteller aus Gründen des Umweltschutzes spezielle Lacke auf Wasserbasis verwenden. Diese Lacke benötigen in der Regel einige Monate, um komplett auszuhärten. Das bedeutet also, dass du den Lack besonders pfleglich behandeln musst und diesen besser von Hand reinigst. Dabei kannst du auch gleich überprüfen, wie gut es um meine Versiegelung bestellt ist. Spritz dafür einfach ein paar Wassertropfen auf den Lack. Sofern diese unter Spannung auf dem Lack liegen bleiben, ist die Versiegelung optimal. Andernfalls solltest du mich mit einem speziellen Pflegemittel behandeln. Es gibt allerdings auch einige No-Go`s bei meiner Pflege, wie das Verwenden von:

  • scharfen Reinigungsmitteln
  • Spülmittel

Du fragst dich bestimmt, warum ausgerechnet Spülmittel für mich so gefährlich ist. Das liegt daran, dass es unter Umständen meine Wachsschicht angreift und somit mein Lack ungeschützt ist. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Gummidichtungen vorzeitig austrocknen und dementsprechend porös werden könnten. Wenn du also eine stark verschmutzte Stelle auf dem Lack findest, reibe diese keinesfalls mit einer Bürste ab. Denn sonst würdest du meinen Lack zu sehr angreifen. Besser wäre es, wenn du das Reinigungsmittel ein wenig einwirken lässt. So kann sich der Schmutz auf eine sanfte Art wie von allein ablösen.

Auf den Zeitpunkt kommt es an

Die Pflege sowie Reinigung des Lacks und Unterbodens sind vor allem im Frühling wichtig. Denn dabei entfernst du eventuelle Reste von Streusalz und verhinderst so, dass ich vorzeitig roste. Im Herbst solltest du hingegen den Lack versiegeln. Der Grund dafür ist, dass du entsprechenden Schäden durch Streusalz und Rollsplit optimal vorbeugen kannst.

Die ideale Innenreinigung

Auch bei der Innenreinigung musst du behutsam und mit einer entsprechenden Sorgfalt vorgehen. Ein Staubsauger mit den jeweiligen Aufsätzen eignet sich beispielsweise nicht für die Reinigung. Denn durch diesen technischen Helfer können leicht tiefe Kratzer im Lack entstehen. Und diese unschönen Stellen wirken sich nicht gerade positiv auf meinen Wiederverkaufswert aus. Stattdessen solltest du das Cockpit regelmäßig mit einem speziellen Reiniger bearbeiten. In den Sommermonaten strahlt die Sonne nämlich vor allem auf diesen Teil. Und die dabei auftretende große Hitze kann meine Verkleidung austrocknen und faltig machen. Und wer will schon der Kraft der Jugend den Rücken zukehren? Oder schlimmer noch – die strahlende und wunderschöne Farbe im Gesicht verlieren? Also verwende für die Reinigung meines Cockpits am besten ein Microfasertuch und achte auf eine schattige Umgebung. Denn in der prallen Sonne solltest du die Reinigung nicht durchführen. Aufgrund von großer Hitze trocknen die meisten Reiniger nämlich zu schnell, was dazu führt, dass unschöne Flecken entstehen.

So pflegst du hochwertige Materialien optimal

Etwas mehr Aufwand hast du, wenn ich mit ledernen Sitzen ausgestattet bin. Für die optimale Pflege dieses Materials findest du im Fachhandel spezielle Lederfluids. Diese musst du lediglich mit einem Schwamm auftragen und kannst sie anschließend mit einem weichen Tuch aus Baumwolle abreiben. Du solltest allerdings darauf achten, rückfettende Produkte zu verwenden. Auf diese Weise bleibt das Leder schön geschmeidig. Anschließend müssen die Flächen, die du gereinigt hast, nur noch gut austrocknen. Und fertig ist mein frisches und perfektes Antlitz. Eine gute Alternative zur Reinigung von Hand wäre übrigens auch die Autowaschanlage. Dort kannst du mich nicht nur waschen, sondern findest auch das entsprechende Equipment für meine Innenreinigung. Du hast also die Qual der Wahl.