Montag, der 17. Juni 2019
Ratgeber

Die richtigen Autos für Fahranfänger

18. Februar 2019
Lesezeit: 3 Minuten

Du bist Fahranfänger und willst dir dein erstes eigenes Auto zulegen? Prima, denn ich habe die richtigen Tipps für dich. Zugegeben: Du träumst sicher von einem flotten Sportwagen. Doch Hand auf das Herz: Kannst du dir einen Neunelfer oder auch nur einen Audi TT leisten? Als Fahranfänger bist du wahrscheinlich noch keine 20 Jahre alt. Entsprechend steckst du sicher mitten in der Berufsausbildung oder im Studium. Geld ist daher schlicht nicht immer vorhanden. Davon abgesehen kostet das Leben als Berufsstarter oder Student schon ohne ein eigenes Auto einiges. Auch wenn das Auto gekauft ist, es kostet Monat für Monat ein beachtliches Sümmchen. Sprit, Versicherung, Steuern, Wartung, Reparatur: Da kommt leider einiges zusammen.

Autos für Fahranfänger: Warum das Geld entscheidet

Dein erstes Auto sollte nicht allzu teuer sein. Entsprechend kommt ein Neuwagen nicht in Betracht, sodass ein Gebrauchter her muss. Auch Premium ist zu teuer. Gleiches gilt für Mittel– bzw. Oberklasse. Audi A6, Mercedes CLS und Co. kosten zu viel Geld für einen Fahranfänger.

Was dann noch bleibt, fragst du? Ganz einfach: ein Kleinwagen. Ein Mini bzw. Kleinwagen aus zweiter oder dritter Hand. Jedoch solltest du noch auf ein paar Aspekte achten: zum Beispiel bestimmte Sicherheitsstandards, eine gewisse Zeit bis zum nächsten TÜV, möglichst günstige Steuern und überhaupt geringe Unterhaltskosten.

Auto für Fahranfänger: Worauf muss man achten?

Suchst du ein Auto für Fahranfänger, empfehle ich dir, auf die folgenden Punkte zu achten:

  • 1. Kaufpreis nicht über 5.000 Euro,
  • 2. mindestens zwölf Monate TÜV,
  • 3. typische Sicherheitsfeatures wie ABS, ESP und Airbags,
  • 4. gute Ergebnisse im Crashtest (vor allem bei der Insassensicherheit),
  • 5. Frontantrieb und weniger Leistung,
  • 6. günstige Steuern (Benziner statt Diesel).

Wenn du diese Punkte beachtest, machst du nichts falsch. Punkt eins und zwei dürften wohl klar sein. Punkt drei ist besonders für dich als Fahranfänger relevant, denn ohne Fahrpraxis kommt es schnell mal zu einem kleinen Unfall. Daher sind auch (Punkt 4) gute Crash-Ergebnisse wichtig. Achte hier vor allem auf die Insassensicherheit – also deine und die deiner Mitfahrer. Sie sollte dringend im Fokus liegen. Ein Frontantrieb macht dein neues Auto leichter beherrschbar als ein Heckantrieb – vor allem im Winter. Das gleiche gilt für wenig Leistung. Mit einem Benziner tankst du zwar teurer, sparst aber bei den Kfz-Steuern.

Auto für Fahranfänger: Welche Kleinwagen sind interessant?

Was übrigens für einen Kleinwagen oder Kompakten spricht: Als Fahranfänger wirst du wohl öfter mal einen Zaun oder „unsichtbaren“ Pfosten streifen. Mit einem kleinen Auto ist die Gefahr aber geringer als mit einer Mittelklasse, weil du erstens weniger Platz brauchst, zweitens dein Auto eben nicht so groß und wuchtig ist und drittens, weil du den Platzbedarf etwa beim Parken besser einschätzen kannst.

Und welche Modelle würde ich dir als Fahranfänger nun an das Herz legen? Die genannten Punkte erfüllt zum Beispiel der Opel Corsa D – also die vierte Generation von 2006 bis 2014. Der Corsa darf jedoch mehr PS haben, denn der damalige Einstiegsmotor – ein Benziner mit einem Liter Hubraum und nur 60 PS – galt nicht gerade als potent. Sicher ein Grund, warum Opel die Maschine mit dem 2010er Facelift durch einen neuen Benziner mit 69 PS ersetzte. Der Corsa D bietet nebenbei als Drei- und Fünftürer anständig Platz.

Auto für Fahranfänger: Was taugen Fabia und Co.?

Ebenfalls eine Option ist der VW Polo in fünfter Generation von 2008 bis 2017. Da er recht gut verarbeitet wurde, ist der Wolfsburger ähnlich dem Golf auf ein langes Leben ausgelegt. Auch wenn die Ausstattung mitunter zu wünschen übrig lässt. Letzten Endes spart das jedoch Geld. Bei den Motoren gilt das Gleiche wie beim Corsa: Der Basismotor mit 60 PS ist nicht unbedingt die beste Wahl.

Ein weiteres Auto, das ich dir als Fahranfänger zusprechen kann, wäre der Skoda Fabia II von 2007 bis 2014. Technisch setzt der Tscheche auf bewährte VW-Technik. Außerdem ist der Fabia auch als Kombi erhältlich – dann sogar mit einem Ladevolumen von bis zu 1.460 Litern. Da ist selbst ein Umzug kein Problem. Dennoch macht der Skoda Fabia II mit seinen 4,25 m auch in der beengten Großstadt keine Probleme.

Weitere interessante Modelle findest du mit vergleichbaren Fahrzeugen wie Ford Fiesta 7 (2009 bis 2017), Hyundai i20 I (2009 bis 2014), Renault Clio III (2005 bis 2013), Seat Ibiza 6J/6P (2008 bis 2017) oder Peugeot 207 (2006 bis 2015). Gute Fahrt!