Ratgeber

Von der Babyschale bis hin zur Sitzerhöhung

19. November 2021
Lesezeit: 2 Minuten

Ist die Familienplanung im vollem Gange, wird sich spätestens nach der Geburt des ersten Kindes Gedanken darüber gemacht, wie der kleine Neuzuwachs im Auto am besten geschützt werden kann.
Doch die Auswahl an Babyschalen und Kindersitzen ist erschwerendermaßen ziemlich groß und da kann man als Elternteil schon mal den Überblick verlieren.

Wann wird gewechselt?

Für Babys und Kleinkinder ist die Situation erstmal eindeutig: sie gehören bis 13 Kilogramm in die Babyschale. Diese wird immer entgegen der Fahrtrichtung über den Gurt oder einem speziellen Haltesystem befestigt. Ist die Gewichtsgrenze erreicht, wird zu einem Autokindersitz gewechselt. Die Sitzerhöhung darf erst bei einem Gewicht von mindestens 15 kg und einer Größe von mindestens 150 Zentimetern verwendet werden. Das ist sogar rechtlich vorgeschrieben. Entscheidend bei Kindersitzen ist also nicht das Alter, sondern das Gewicht und die Größe.

Was besagt die Kindersitzpflicht?

In der Straßenverkehrsordnung gibt es eine Kindersitzpflicht, die besagt, wie lange die Kleinen im Kindersitz bleiben müssen. Vorgeschrieben ist, dass bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres ein Kindersitz Pflicht ist, vorausgesetzt sie haben eine Körpergröße von 1,50 Metern erreicht. Die Kindersitzpflicht gilt auch für Kinder unter 12. Jahren mit einer Körpergröße über 1,50 Metern.

Kindersitz – worauf achten?

Prinzipiell ist es ratsam, sich für die Auswahl eines Kindersitzes fachkundig beraten zu lassen. Ein guter Verkäufer wird sich zunächst nach dem Alter und Gewicht des Kindes erkundigen und nachfragen, was für ein Auto man fährt. Auf diese Weise kann er herausfinden, ob das Auto über eine Isofix-Halterung verfügt und welches Gurtsystem es hat. Die meisten Kindersitze dürfen nämlich nur mit einem Dreipunktgurt befestigt werden und viele Autos, die vor dem Jahre 2013 gebaut wurden, könnten über keine Isofix-Halterung verfügen. Seit 2013 ist gesetzlich Pflicht.

Bei gebrauchten Kindersitzen sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob der Kindersitz ein Prüfsiegel mit der aktuellen Prüfnorm besitzt. Kindersitze mit den alten Normen ECE-R 44/01 und 44/02 dürfen seit April 2008 nicht mehr verwendet werden.

Die Sitzerhöhung

Eine Sitzerhöhung ist nicht vergleichbar mit einem klassischen Kindersitz. Vielmehr handelt es sich um ein Sitzpolster, welches das Kind höher sitzen lässt, falls es noch keine Körpergröße von 150 cm aufweist. Dennoch kann es auch bei diesen Kindersitzen Unterschiede geben. So gibt es Sitzerhöhungen mit und ohne Rückenlehnen, mit und ohne Kopfstützen, mit Armlehnen und wiederum ohne. Grundsätzlich bietet die Variante mit Rückenlehne und Kopfstützen den besten Rundum-Schutz für das Kind. Durch die Gurtführung am Sitzteil und an der Kopfstütze hat der Kindersitz einen perfekten Halt und kann im Falle eines Unfalls nicht verrutschen.