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Mercedes EQA: Vom Entlein zum stolzen Elektro-Schwan?

13. März 2020
Lesezeit: 3 Minuten

Schönen guten Tag, ich bin der Mercedes EQA – meine Buchstaben EQA standen zunächst bei Mercedes für eine elektrisch angetriebene A-Klasse. Bereits 2017 hatte der Autohersteller im Rahmen der IAA ein erstes Konzeptmodell auf Basis seiner erfolgreichen A-Klasse-Modelle vorgestellt. Vielleicht hast du das mitbekommen? 2020 soll ich nun endlich auf den Markt kommen. Inzwischen habe ich mich ziemlich verändert: Erste Bilder meines Prototypen zeigen dir, dass es sich um einen Fünftürer handeln wird. Und aus Kompaktklasse ist SUV geworden. Seit dem Beginn meiner Entwicklung im Jahre 2017 hat sich der Publikumsgeschmack eben den SUVs deutlich stärker zugewandt; Mercedes hat diese Bewegung mit meinem Design nachvollzogen. Ich persönlich finde ja, es gibt inzwischen reichlich viele SUVs auf Deutschlands Straßen, aber eines muss man mir lassen: Ich sehe schick aus als Elektrischer!

Ich stehe ganz schön unter Strom…

Elektrische Fahrzeuge sind teuer, auch bzw. besonders, wenn sie von Mercedes kommen. Wenn du mich demnächst fahren möchtest, musst du ungefähr 45.000 € und – je nach Ausstattung – mehr anlegen. Was bekommst du dafür?

Bei den Elektrofahrzeugen beziehen sich viele Fragen auf die Batterie: Herkunft, Ladekapazität, Leistung, Reichweite, die Ladezeiten und das Gewicht sind wichtige Parameter, nach denen du dich erkundigen musst, wenn du dich für ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug interessierst. Meine Antriebskraft beziehe ich aus einer bis zu 700 kg schweren Lithium-Ionen-Batterie. Mein Akku besitzt eine Kapazität von 60 bis 110 kWh. Der dazugehörige Elektromotor wird in drei Leistungsstufen von Daimler angeboten: 150 kW, 200 kW und 250 kW. Meine maximale Reichweite beträgt ca. 400 km – je nach Skalierung der Batterie. Das ist eine durchaus respektable Größe, die mich, den EQA, auch für „Mittelstrecken“ als geeignet erscheinen lässt.

Ladezeit: Weniger ist mehr

Laden kannst du mich, deinen Elektrischen von Mercedes, entweder induktiv oder über eine Wallbox. Die Ladezeit, eine sehr kritische Größe für jedes Elektromodell, soll nur 10 Minuten betragen, um so viel Energie zu tanken, dass es für etwa eine Strecke von 100 km reicht. Ich finde, das sind attraktive Werte. Für Kurzstrecken kannst du mich also in einer akzeptablen Zeit „auftanken“. Mein Akku stammt übrigens von einer Tochtergesellschaft von Daimler, der deutschen Accumotive.

Weitere wissenswerte technische Details über mir

Willst du noch mehr Details? Na gut. Als Mercedes EQA besitze ich je Achse einen Motor. Nur 5,5 Sekunden benötige ich, um auf 100 Stundenkilometer zu gelangen. Da kann kaum einer mithalten…

Dass Elektrofahrzeuge wie ich enorm schnell beschleunigen, ist typisch für diese Art des Antriebs – und sollte dir unbedingt bewusst sein, denn gerade in der Stadt neigen elektrisch angetriebene Fahrzeuge dazu „wegzulaufen“ und sich – buchstäblich schneller als Autos mit Verbrennungsmotor – ein „Ticket“ wegen Geschwindigkeitsüberschreitung einzufangen. Also pass diesbezüglich auf, wenn du die Betriebskosten von mir niedrig halten willst.

Bin ich ein echter Hingucker?

Wie ich als neues elektrisches Modell in der Produktpalette von Daimler letztlich genau aussehe, weiß bisher niemand – aber mein erster Eindruck, gefällt mir. Uns elektrisch angetriebene Mercedes-Modelle erkennt man unter anderem an unserem beleuchteten Mercedes-Stern vorn und mittig auf der Schnauze – genau dort, wo du ihn gewohnt bist. So viel zur „Bestimmungshilfe“ für krasse Laien.

Da Kühlrippen in der Frontpartie eines Elektrofahrzeugs überflüssig sind, weil es im Motor nichts mehr zu kühlen gibt, trägt der nur noch aus Gewohnheit so bezeichnete Kühlergrill eine LED-Illuminierung und glänzt schwarz. Ansonsten ist mein Design so ausgefallen, dass es futuristisch wirkt und sich von den kraftstoffgetriebenen Fahrzeugmodellen meines Herstellers abhebt: Wenn du schon elektrisch fährst, sollen es alle mitbekommen, oder? Auch andere Hersteller als Mercedes bemühen sich, ihren E-Modellen ein Design zu verpassen, das sie als solche möglichst schnell erkennbar macht und vom Rest der Fahrzeugflotte unterscheidet.

Natürlich muss das Cockpit eines Elektrofahrzeugs Auskunft geben über Werte wie die Reichweite, den Ladezustand und die bestehenden Energieflüsse, allesamt Parameter, die die Batterie betreffen. Diese Werte werden in mir, dem EQA, auf einem Display im Cockpit angezeigt. Ein Infotainment-System mit hoher Leistungsfähigkeit gehört zu einem Elektrofahrzeug wie mir selbstverständlich dazu.

Wen soll ich, der EQA, ansprechen?

Im Prinzip wende ich mich als Modell an denselben Kundenkreis, der sich auch für die A-Klasse und die daraus hervorgegangen anderen Modelle interessiert – also für nicht allzu große SUVs. Als EQA bin ich für Leute gemacht, die ein wendiges und gleichzeitig schickes Fahrzeug vor allem für Kurzstrecken und den Stadtverkehr suchen, das einen klimaschonenden Antrieb besitzt.

Konkurrenzlos?

Nein, leider nicht. Mercedes reagiert mit mir darauf, dass aktuell gleich mehrere ernsthafte Konkurrenten auf dem Automarkt elektrisch angetriebene Fahrzeuge in vergleichbarer Größe und Ausstattung anbieten. Sobald ich mich einmal auf dem Markt befinde, werde ich zum Beispiel gegen den Nissan Leaf, den BMW i3 und den VW ID.3 antreten. Welchen Elektrischen würdest du bevorzugen…?