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Elektrisierend: die Neuvorstellungen auf dem Automarkt im Jahr 2020

07. Februar 2020
Lesezeit: 4 Minuten

In jedem Jahr kommt eine wahre Flut von Neuerscheinungen auf den Automarkt – das ist im frisch begonnenen Jahr 2020 nicht anders: Nicht weniger als 180 frische Modelle rollen auf uns zu! Die lassen sich natürlich nicht alle einzeln vorstellen, also beschränken wir uns hier auf die wichtigsten Fahrzeugtypen und -modelle. 

Entsprechend den aktuellen Schwerpunkten des Käufergeschmacks sind eine Menge SUVs dabei und natürlich viele Fahrzeuge, die eklektisch mobil machen sollen. Die Spanne reicht dabei – alle Jahre wieder! – vom Kleinstwagen bis hin zum Luxusliner. Also, ganz egal, wo du deinen geschmacklichen Schwerpunkt legst: Da wird schon ein Leckerbissen für dich dabei sein.

Flott und sexy: Die Kompaktklasse stellt sich neu auf

VW ist mit seinen Golf-Modellen immer wieder Trendsetter in dieser Klasse. 2020 geht der Golf bereits in seiner achten Version an den Start! Unter € 20.000 geht es in der Preistabelle los. Bei der Modellüberarbeitung standen vor allem zwei Themen im Mittelpunkt: Digitalisierung und Hybridisierung. An der Plattform ändert sich nichts im Vergleich zum Vorgängermodell. An Abmessungen und Radstand ändert sich nicht viel – trotzdem wandelt der Golf 8 sein Aussehen. Aber die größten Verwandlungen beziehen sich auf den Innenraum, wo das digitale Cockpit mit dem 10,25-Zoll-Display besonders auffällt. Das bekommst du ebenso serienmäßig wie auch das Multifunktionslenkrad.

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Konnektivität? Der Golf 8 ist immer online und lässt sich wahlweise über Sprachbefehle oder Berührung steuern. Er kann Informationen anderer Fahrzeuge und der Verkehrsinfrastruktur in einem Radius von etwa 800 Metern wahrnehmen, auswerten und so gefährliche Situationen vermeiden helfen, indem der Fahrzeugführer frühzeitig gewarnt wird. Der Golf 8 geht mit weniger Modellen an den Start als Vorgängergenerationen – aber natürlich sind Hybride dabei. Die Abgasnorm für Kraftstofffresser? Immer mindestens Euro 6d-TEMP.

Kein neuer Golf, ohne dass Audi mit dem A3 mitzieht: Das 2020 erscheinende neue Modell bietet etwas mehr Stauraum (ca. 30 Liter) und soll Kunden ansprechen, denen Lifestyle wichtig ist. Wer sauberer fahren möchte, kann den A3 demnächst als Diesel und Benziner mit Hybridmotor bewegen, außerdem mit Erdgas; die Diesel sollen darüber hinaus mit Partikelfiltern und (doppeltem!) SRC-Kat ausgestattet werden. Für die sportlichen Fahrer erhält der RS 3 satte 400 PS.

Wer in einem etwas entspannteren Preissegment nach den jüngsten Neuerscheinungen suchen möchte, kann bei Seat und Dacia fündig werden. Seat hat bei seinem Leon die Motoren überarbeitet und bietet der umweltbewussten Kundschaft einen Hybrid. Der Dacia Sandero scheint lediglich mit einem Mild-Hybrid an den Start gehen zu wollen, also einer zwar kostengünstigeren Version eines Hybrids, die aber auch weniger Sprit einspart, da bei Mild-Hybriden der Verbrennungsmotor ständig in Betrieb sein muss.

Von Kopf bis Fuß auf SUV eingestellt? Hier kommen die knackig jungen SUV-Modelle für 2020

Mercedes bringt seine zweite Generation des GLA auf den Markt. Mercedes selbst bezeichnet den neuen GLA als „lifestyle-orientiertes SUV“. Was das im Einzelnen bedeutet? Höher, aber kürzer als der Vorgänger wirkt der GLA jetzt gedrungen. Für alle, die gern im Auto thronen: Im GLA sitzt man satte 14 Zentimeter höher als beispielsweise in einer A-Klasse. Knie und Hüftgelenke werden sich bedanken.

Der Kofferraum ist ein wenig gewachsen. Nettes neues Extra: die “Waschstraßenfunktion”, bei deren Einschalten sich die Außenspiegel automatisch anlegen und die Scheiben ggf. geschlossen werden. Ansonsten ist viel der im GLA verwendeten Technik aus A- und B-Klasse bekannt – und bewährt, ganz so, wie man das von der Marke Mercedes gewohnt ist. Den Zeichen der Zeit folgend soll noch in 2020 ein Hybridmodell des GLA erhältlich sein.

Der Nissan Juke kommt 2020 ebenfalls in der zweiten Generation heraus. Wenn man ihn betrachtet und mit dem Vorgängermodell vergleicht, sieht es ganz so aus, als hätten seine Designer es dieses Mal ernst gemeint: Er wirkt rein optisch eindrucksvoll, wuchtig, insgesamt ausgereifter. Viele veränderte Details sorgen dafür, dass da nichts mehr an das Kindchenschema der ersten Generation des Juke erinnert.

Die überarbeitete Gestaltung des Innenraumes führt dazu, dass Kopf, Knie sowie Zuladung mehr Platz finden. Alles ausgewachsen eben. Im Lenkrad lassen sich mehr Funktionen per Knopfdruck ansteuern als zuvor. Kritisch merken erste Tester an, dass die Motorisierung nicht unbedingt für Fahrspaß, sondern eher für eine solide Form der Fortbewegung sorgt. Kompensieren lässt sich dieses Manko eventuell durch ein hochwertiges Soundsystem, dessen Boxen teilweise in den Kopfstützen integriert sind. Ein Modell, das auf elektrischen (Zusatz-)Antrieb setzt, ist derzeit noch Zukunftsmusik.

Wer richtig Eindruck schinden will, kauft sich 2020 einen Audi RS Q8. Allein der Kühlergrill grinst selbstbewusst an der Grenze zur Arroganz in die Gegend. Fette 600 PS wollen nach etwas aussehen und tun es. 23-Zoll-Felgen sorgen für einen buchstäblich starken Auftritt. Die technischen Daten fallen erwartungsgemäß eindrucksvoll für das Flaggschiff der 8er Reihe aus: In 3,8 Sekunden beschleunigt der Audi RS Q8 auf 100 Stundenkilometer; ein V8 Motor mit vier Litern Hubraum und 800 Nm bringt das Fahrzeug im Handumdrehen auf Trab, wenn nötig auch mit über 300 km/h. Designelemente im Cockpit in Carbon bestätigen dem Auge, dass es sich beim Audi RS Q8 um eine echte Nobelkarosse handelt.

Wer damit noch nicht zufrieden ist, kann außerdem Alcantara dort einbauen lassen, wo andere Textilien oder ggf. Leder verwenden. Damit das Modell nicht als Spritfresser abgestempelt wird, kann es rekuperieren und besitzt einen Riemenstartergenerator sowie ein 48-Volt-Bordnetz, die den Treibstoffbedarf drosseln.

Prickelnd: Elektrisch mobil

Wem es nicht auf Kleingeld ankommt, der kann sich einmal mit dem Porsche Taycan und seinen Daten vertraut machen. Porsche will in der Branche mit diesem rein elektrisch angetriebenen Modell neue Maßstäbe setzen: Gegenüber dem bisherigen Maximum von 400 Volt Systemspannung für Serienfahrzeuge bietet der Porsche Taycan 800 Volt! Das ist ein Quantensprung.

Laut Angaben des Herstellers dauert es nur 22,5 Minuten, um einen Taycan (unter idealen Bedingungen) von fünf auf 80 % wieder aufzuladen. Die Fertigung des eindeutig als Porsche erkennbaren Modells mit optischen Anleihen beim Panamera soll CO2-neutral ablaufen. Wer unbedingt mal anfassen will, dem sei gesagt: Im Inneren geben die vielen Touch-Flächen ein haptisches Feedback.

Volkswagen geht 2020 mit dem 2019 vorgestellten ID.3 rein elektrisch an den Start. Der erinnert entfernt an einen Golf und besitzt seine Ladevorrichtung dort, wo die Golf-Geschwister den Tankstutzen haben. Auch hier heißt es: Knöpfe und Schalter ade, willkommen Touchflächen. Ein Elektrofahrzeug hat offenbar das Zeitalter der mechanischen Schalter in vielerlei Hinsicht hinter sich. VW bietet drei Batterietypen mit verschiedenen Reichweiten. Die Schnellladetechnik bringt den Wagen nach 30 Minuten Ladezeit bis zu 260 km weiter.

Auch Opel bietet mit dem Corsa und Peugeot mit dem 208 jeweils ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeugmodell ab 2020 an. Das Angebot für Kunden, die emissionsarm unterwegs sein wollen, weitet sich also im laufenden Jahr deutlich aus, und zwar in unterschiedlichen Fahrzeugklassen.