Sonntag, der 21. April 2019
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Neuheit Nissan Leaf – ich der erfolgreichste

04. April 2019
Lesezeit: 3 Minuten

Yoi tsuitachi oder besser guten Tag, ich bin der Nissan Leaf 2018. Genauer die zweite Generation des bislang erfolgreichsten Elektroautos der Welt. Diesen Rang dürfte mir zwar schon bald der Tesla Model 3 streitig machen, ein Erfolg bin ich aber dennoch. Zumal das Segment der noch recht neumodischen Elektroautos nach wie vor eher kleine Absatzzahlen zeigt.

Trotzdem: Ich war einer der ersten Stromer in Großserie überhaupt. Meine erste Generation rollte bereits Dezember 2010 ins Autohaus – Europa folgte 2011, Deutschland sogar erst Anfang 2012. Mein Name Leaf lässt sich mit „Blatt“ übersetzen, steht jedoch eigentlich als Abkürzung für „Leading Environmentally-friendly Affordable Family car“. Übersetzen könntest du das mit „erstes umweltfreundliches und erschwingliches Familienauto“. Für einen Kompakten war (und bin) ich aber gar nicht so günstig, selbst wenn der Preis via Akku-Leasing zuletzt immer günstiger wurde.

Nissan Leaf II: Was alles neu an mir ist

Mit dem Nissan Leaf II (intern ZE1) kam zum Oktober 2017 meine zweite Generation auf den Markt – wohlgemerkt auf den europäischen und somit deutschen. Premiere feierte ich kurz zuvor am 6. September 2017. Optisch machte ich sofort klar: Ich bin durch und durch neu. Nichts ließ Nissan beim Alten. Nach wie vor bin ich als Kombilimousine ausgelegt. Das eigenwillige Design meines Vorgängers ist jedoch einem modernen Look gewichen.

Mit nun 4.490 mm bin ich zudem etwas länger als mein Ahn sowie mit 1.788 mm auch dezent breiter. In der Höhe bin ich um 20 auf 1.530 mm geschrumpft, einzig mein Radstand von 2.700 mm entspricht haargenau dem meines Vorgängers. Mein Mindestgewicht legte um 60 auf 1.580 kg zu, was einem Mehr an Technik geschuldet ist.

Nissan Leaf 2018: Wie viel Reichweite ich biete

Apropos Technik: Auch in punkto Technologie habe ich deutlich nachgelegt. Das fängt bereits mit meinem E-Motor an. Mein Ahn leistete 80 kW (109 PS), während ich nun schon auf 110 kW (150 PS) komme. Parallel stieg mein Drehmoment von 254 auf neuerdings 310 Nm. Entsprechend absolviere ich den Sprint von null auf 100 km/h in nur noch 7,9 Sekunden, während mein Vorfahre 11,5 Sekunden benötigte.

Beim Akku konnte ich ebenfalls verbessern. Vorerst bin ich mit einer Li-Ionen-Batterie verfügbar, die 40 kWh Energie speichert. Damit kann ich 378 km stromern, zumindest in der Theorie laut NEFZ. Nissan sieht 300 Kilometer als realistischer an. Das ist jedoch immer noch mehr als mit meinem alten Modell möglich war. Zum Vergleich: Anfangs war der Leaf I nur mit 24 kWh und somit nach NEFZ 200 km Reichweite ausgestattet. Zugegeben gab es 2015 ein Upgrade auf 30 kWh und 250 km Reichweite. Ich kann dagegen ein ganzes Stück weiter stromern. Zumal du wahrscheinlich gerade stutzig wurdest, weil ich „vorerst“ sagte. Tatsächlich arbeitet Nissan längst an einem weiteren Akku, der sogar 60 kWh speichern soll. Derzeit ist diese Kapazität zwar nur ein Gerücht, doch schon 2019 dürft ihr mehr wissen. Fakt ist, dass ich mit 60 kWh ohne Probleme 400 km – und zwar reale 400 km – schaffen dürfte.

Nissan Leaf II: Was meine neue Plus-Version mitbringt

Nebenbei soll ich als Nissan Leaf Plus oder Nissan Leaf E-Plus – so wohl der Name meiner „Über-Version“ – auch mehr Leistung mitbringen. In den Medien wird von 160 kW bzw. 218 PS gesprochen. Ich kann mich nur wiederholen: Derzeit sind diese Werte nur Gerüchte. Doch meine Plus-Version soll schon Anfang 2019, eventuell sogar noch Ende 2018 erhältlich sein. In nur wenigen Monaten, wahrscheinlich sogar schon in Wochen, kann ich dir mehr verraten. Davon ab kann ich mit dem kommenden Modelljahr 2019 schneller laden. Via CHAdeMO und einem neuen Thermomanagement sind dann wohl bis zu 102 kW Ladeleistung möglich, womit mein Akku schneller wieder geladen ist als nach aktuellem Stand.

Was ich schon ganz alleine kann

Technische Raffinessen wie e-Pedal, ProPILOT Park und ProPILOT biete ich dir sogar schon jetzt. Mit dem e-Pedal kannst du Gas geben, bremsen oder komplett stoppen – und zwar mit nur einem Pedal statt zwei. Der ProPILOT Park fährt mich autonom in jede Parklücke, während der ProPILOT mir ein teilautonomes Fahren auf der Autobahn erlaubt.

Du siehst, ich kann dir eine ganze Menge bieten. Zumal ich dich von A nach B fahre, ohne auch nur lokal ein Gramm CO2 zu emittieren. Wenn du mich mit Ökostrom lädst, sind wir zwei sogar komplett CO2-frei unterwegs. Kurzum: Mit mir fährst du direkt in die Zukunft.

Dein Nissan Leaf wartet auf dich. Jetzt einsteigen!