Mittwoch, der 17. Juli 2019
Lesezeit: 3 Minuten

Seat Mii, Skoda Citigo, VW up: drei Marken, drei Kleinwagen – und doch bin ich nur ein Modell. Tatsächlich besitze ich jeweils eine ähnliche Optik. Ein paar Unterschiede gibt es aber durchaus. Den größten Unterschied zeige ich in meiner Frontpartie, wo VW up!, Skoda Citigo und Seat Mii ihr jeweiliges Markengesicht präsentieren.

Basis bzw. Plattform und Technik sind hingegen gleich. Bin ich also eine Art eineiiger Drilling? Jein. Drilling passt durchaus, eineiig jedoch weniger. Wo also unterscheidet sich mein Trio aus Deutschland, Spanien und Tschechien? Was sind die großen Unterschiede?

Was unterscheidet up, Mii und Citigo?

Rein optisch fällt meine jeweils individuelle Front auf. Am „frechsten” präsentiere ich mich als Seat Mii mit den spitzen Scheinwerfern und dem schmalen Grill. Als Skoda Citigo verfüge ich  dagegen über einen recht breiten Grill. Als VW up! verstecke ich den Grill schließlich unter dem Stoßfänger. Meine Front ziert eine vertikale Strebe, in welcher mittig das VW-Logo zu finden ist.

Apropos VW up: In Form des Wolfsburgers bin ich der Anführer des Trios, das bei Volkswagen zur New Small Family zählt. Entsprechend hebe ich mich als „Chef“ mit ein paar weiteren Details ab. Zum Beispiel sind meine hinteren Fenster unten deutlich abgeschrägt. Außerdem besteche ich als VW up mit einer großen Heckklappe aus Glas, die meine Ableger aus Spanien und Tschechien nicht haben. Übrigens: Meine korrekte Schreibweise als up wäre eigentlich VW up! – mit einem Ausrufezeichen.

Citigo, Mii & up!: Wie schaut es im Interieur aus?

Im Interieur scheinen meine Differenzen schließlich komplett verschwunden. Sitzposition, Armaturen, Sonnenblenden, Handbremshebel: alles gleich, alles eins. Selbst das Knopfmuster auf meiner Mittelkonsole ist bei allen meinen drei Modellen identisch. Gleiches gilt für das Platzangebot, das für einen Kleinwagen recht üppig ausfällt – wohlgemerkt auch im Fond und somit auf meinen hinteren Plätzen. Kein Wunder: Zwar bin ich mit 3,54 bis 3,56 Metern Länge typisch Mini eher klein gehalten, doch dank meiner kurzen Überhänge komme ich auf einen Radstand von jeweils exakt 2,42 Meter.

Mein Kofferraum bietet dir übrigens ein Volumen von 251 Litern. Mit umgelegten Fondlehnen steigt mein Stauraum sogar auf bis zu 951 Liter. Alles gleich also? Nein, denn als VW up! zeige wieder ich eine kleine, aber feine Neuheit. Eine geteilte, umklappbare Fondlehne ist nämlich nur bei mir als VW up! Serie. Bei Mii und Citigo kostet diese hingegen einen Aufpreis. Identisch ist dafür wieder meine Auslegung als Drei- oder Fünftürer. Die zwei Türen mehr kosten jedoch 480 Euro Aufpreis.

Mii, Citigo und up: Warum beim Radio Obacht gilt

Obacht solltest du bei meinem Radio haben. Serie ist ein solches nämlich weder bei VW up!, Skoda Citigo oder Seat Mii. Lediglich eine sogenannte Radiovorbereitung ist im Basismodell inbegriffen. Damit ist jedoch allein die nötige Verkabelung gemeint. Derartige Einsparungen machen natürlich einiges in puncto Preis aus. Zum Beispiel starte ich als VW up! bei 9.975 Euro. Die nächste Linie – und zwar mit Radio – kostet bereits 11.025 Euro.

Wenn du das Radio häufig nutzen willst, also Wert auf MP3 und CD legst, musst du ein paar weitere Euros investieren. Der Aufpreis variiert hier je nach Hersteller. Gleiches gilt übrigens auch für eine Klimaanlage, ohne die ein Auto heute schlicht kein Auto mehr ist.

VW up!: Warum allein der Wolfsburger unter Strom steht

In puncto Motoren gibt es ebenfalls einen feinen Unterschied zwischen meinen drei Modellen. Gleich ist das „Basisangebot“ aus jeweils zwei 1.0 MPI Benzinern mit 60 und 75 PS sowie einer CNG-Version mit 68 PS. Als VW up! biete ich dir allerdings noch weitere Antriebe. Und zwar einen 1.0 TSI mit 90 PS und einen 1.0 GTI mit sogar 115 PS. Außerdem – und das ist das wahre Alleinstellungsmerkmal – einen reinen Elektroantrieb mit 82 PS.

Seat präsentierte mich zwar ebenfalls bereits als Elektro-Studie. In den Handel habe ich es in der Version bisher aber nicht geschafft. Für meinen Skoda Citigo ist eine solche Studie wiederum fest geplant, allerdings nicht vor 2019. Dann rollen die Tschechen meine zweite Generation ins Autohaus. Gleiches gilt natürlich meine Versionen von Volkswagen und Seat.

Im Fazit habe ich als VW up!, Seat Mii und Skoda Citigo viele Gemeinsamkeiten, jedoch auch ein paar kleine und eben feine Unterschiede. Diese zeigen sich aber nur im Detail und bei den Preisen.