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Hallo, ich bin ein Cabrio. Korrekt heiße ich eigentlich Cabriolet, die Kurzform hat sich bei dir aber sicher längst eingebürgert. Bekannt bin ich dennoch wie der sprichwörtlich bunte Hund. Kein Wunder, denn mit meiner Bauart falle ich aus der Rolle – weil ich „offen“ bin. Ich habe also kein Dach, zumindest kein festes. Wobei es schon Ausnahmen von der Regel gibt.

Woher mein Name kommt

Cabrio respektive Cabriolet kommt aus dem Französischen und heißt so viel wie: Luftsprünge oder Kapriolen machen (cabrioler). Der Duden beinhaltet sogar eine eingedeutschte Schreibweise, die jedoch selten verwendet wird: Kabriolett. Meinen Namen gab es schon lange, bevor die Menschen in Autos fuhren. Du ahnst es sicher schon: vor dem Auto war die Kutsche. Tatsächlich bezeichnete man in früheren Zeiten offene Einspänner als Cabriolet. Diese waren meist für schöne Tage und entsprechende Ausflüge gedacht.

An dieser Idee hat sich bis heute nichts geändert. Ich bin ein Auto für echte Genießer mit dem gewissen Hang zur Freiheit. Oder mit anderen Worten: Mit dem Wunsch nach Frischluft zu jeder möglichen Zeit. Leider gibt da dann doch ein Problem: schlechtes Wetter.

 

Was ist denn ein Cabrio nun genau?

Doch selbst Regen ist für mich kein Problem, ich schließe dann einfach mein Verdeck. Schon sitzt du im Trockenen und brauchst keine Angst vor der entfesselten Gewalt der Natur haben. Damit ist eigentlich auch meine Definition genannt: Ich bin ein Auto, dessen „Dach durch Zurückklappen“ zu öffnen ist. Ich habe also (in der Regel) sehr wohl ein Dach bzw. eher ein Verdeck. Es gibt mich nämlich in verschiedenen Versionen und zwar mit

  • klassischem Stoffverdeck (Softtop),
  • festem Hardtop aus Stahl oder
  • (sehr, sehr selten) ganz ohne Verdeck.

Im letzten Fall bin ich natürlich generell „offen“, was teilweise etwas unpraktisch ist. Du nickst, also denkst du ebenfalls an Regen. Meine dritte Version ist daher recht selten und auf „Spaß-Autos“ begrenzt, die einige wenige Manufakturen in Kleinserie bauen.

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In der Regel habe ich zwei, selten vier Türen. Meine Seitenscheiben sind – da eben kein festes Dach vorhanden ist – rahmenlos. Im englischsprachigen Raum werde ich meist als „Convertible“ geführt. Als Viertürer-Cabrio gelte ich bei den Amerikanern als „Sedan-Convertible“ oder „Sedan-Cabriolet“, also „Cabriolimousine“. Die Briten nennen mich dagegen auch „Drophead“ oder „Drophead Coupé“, letzteres meint einen Coupé mit faltbarem Dach. Im Fazit bin ich ein Nischenfahrzeug: beliebt gegenüber Kombi und Co. aber doch für viele zu unpraktisch.

Was mich vom Roadster unterscheidet

Ich biete Platz für zwei oder bei einer zweiten Sitzreihe für vier bzw. fünf Personen. Das unterscheidet mich übrigens vom Roadster. Dieser ist wie ich offen, aber generell als Zweisitzer ausgelegt. Als Cabrio bin ich also sehr wohl auch ein Roadster, dennoch ist ein Roadster wie der Mazda MX-5 – weil er nur ein Zweisitzer ist – kein Cabrio. Zugegeben, in dem Punkt bin ich ein bisschen spitzfindig.

Mein Verdeck ist ebenfalls eine Sache für sich, denn auch dieses gibt es in unterschiedlichen Versionen. Zum Beispiel kann mein Verdeck zusammengeklappt auf der Verdeckklappe aufliegen. In diesem Fall rate ich dir zu einer Persenning – eine wasserdichte Abdeckung. Diese ist zugegeben etwas unhandlich, schützt mein Verdeck jedoch vor Schmutz und Wasser. Möglich ist aber auch, dass mein Verdeck zusammengeklappt im Kofferraum abtaucht. Vorteil: Mein Verdeck ist nun vor Wetter und Schmutz geschützt. Nachteil: Mein Kofferraum wird dadurch um einiges kleiner. Ähnlich verhält es sich bei einem Hardtop. Du siehst, für den Wocheneinkauf einer ganzen Familie tauge ich daher nur begrenzt.

Cabrio: Welche speziellen Versionen gibt es?

Neben dem Roadster gibt es übrigens noch andere spezielle Versionen von mir, die mitunter fälschlicherweise als Cabriolet bezeichnet werden. Zum Beispiel Cabriolimousinen mit festen Tür- und Fensterrahmen wie Fiat 500C oder DS3 Cabrio. Diese haben im Grunde aber nur eine extragroße und mit einem Stoffverdeck versehene Dachöffnung. Eine weitere Version ist der Targa mit einem herausnehmbaren Dachmittelteil, für das beispielsweise Porsche 911 oder die Corvette berühmt sind. Ebenfalls zu nennen ist der sogenannte Landaulet, bei welchem lediglich der Fond offen ist. Zuletzt ist noch der Phaeton interessant, ein offenes Fahrzeug mit zwei oder vier Türen, das nur über ein einfaches Notverdeck verfügt.

Du siehst: Cabriolet ist nicht gleich Cabriolet. Freude bereite ich dir als Open Air-Fan aber in jeder Form.

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