Samstag, der 19. Januar 2019
Fahrberichte

Fahrbericht Hyundai Tucson – So viel Lob für mich

02. August 2018
Lesezeit: 3 Minuten



Hallo, ich grüße dich. Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin der Hyundai Tucson. In der ganzen Welt bekannt als Kompakt-SUV. Wobei ich in Europa eine Zeit lang in Vergessenheit geriet – weil es mich hier nicht mehr gab. Mittlerweile bin ich aber zurück.

Erstmals in Produktion ging ich jedenfalls im Jahr 2004. Seit 2015 baut mich Hyundai in dritter Generation. Neben Frontantrieb bzw. auf Wunsch mit Allrad glänze ich vor allem mit einem guten Preis.

Wie ich einen neuen Namen bekam

Meine erste Generation – intern Hyundai Tucson JM – nutzte die gleiche Plattform wie mein Konzernbruder Kia Sportage. Tatsächlich stammte die Basis vom hierzulande unbekannten Kompaktmodell Hyundai Elantra. Als kompaktes SUV stand und stehe ich natürlich unter meinen größeren Geschwistern Hyundai Santa Fe und Hyundai ix55 (in den USA: Veracruz). Der ix55 ist aber mittlerweile vom Grand Santa Fe beerbt.

Mein Name ist schließlich von der Stadt Tucson im Osten Arizonas (USA) abgeleitet. Gesprochen werde ich übrigens „Tuuhson“ und nicht „Taksen“. Das „C“ ist stumm. Erhältlich war ich in meiner ersten Generation mit zwei Benzinern sowie zeitweise drei Dieselmotoren. Gepaart waren diese mit Frontantrieb, Allrad gab es gegen Aufpreis. Mein großer Benziner – ein V6 mit 2,7 Litern Hub und 175 PS – war generell mit Allrad kombiniert.

Meine zweite Generation kam 2009 auf den Markt. In Nordamerika hieß ich weiter Hyundai Tucson, in Europa aber plötzlich Hyundai ix35. Auf manchen Märkten führte ich sogar einen Doppelnamen. Zum Beispiel Hyundai Tucson ix in Südkorea oder Hyundai Tucson ix35 in Ägypten. Optisch schaute ich nun jedenfalls runder und moderner aus.

Warum ich Wasserdampf emittiere

Die größte Neuerung als ix35 erfuhr ich jedoch unter meiner Haube. Neben typischen Benzinern und Dieseln mit 116 bis 184 PS baute Hyundai mich nun als Stromer. Genauer als Elektroauto mit Brennstoffzelle. Ab 2012 stand ich daher als Hyundai ix35 FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) beim Händler. In der Version betrug meine Leistung 136 PS bei 300 Nm. Der Clou aber waren meine Abgase: nichts als Wasserdampf. Trotzdem kam ich rund 600 km weit. Allerdings war ich eher ein Versuchsträger, mehr als eine Kleinserie erlebte ich als H2-Stromer nicht.Hyundai Tucson Lenkrad

Mit meiner dritten Generation verschwand der Brennstoffzellenantrieb dann auch wieder. Apropos: Ab sofort – sprich 2015 – durfte ich mich wieder Hyundai Tucson nennen. Intern hieß ich dagegen TL. Im Vergleich zu meinem Vorgänger ix35 bin ich 65 mm länger, 30 mm breiter und 15 mm flacher. Mein Radstand legte um 30 mm auf 2,67 m zu, was meinen Gästen natürlich mehr Platz verspricht. In meinem Kofferraum kannst du 513 Liter verstauen, bei umgeklappten Rücksitzen sogar bis zu 1.503 Liter.

Mit wem ich verwandt bin

Wie schon in meiner ersten Generation bin ich mit dem Kia Sportage IV verwandt. Ansonsten biete ich dir sechs Ausstattungen – Classic, Trend, Style, Premium, Passion sowie Passion Plus – und je nach Linie gleich einige moderne Assistenten. Zu meinen Highlights zählen zum Beispiel ein autonomer Notbremsassistent, mit dem ich bei Gefahr ganz von allein abbremse. So kann ich manchen Unfall vermeiden, ohne dass du als Fahrer eingreifen musst. Weitere interessante Features sind außerdem eine Rückfahrkamera, eine elektrische Heckklappe oder ein Radio-Navigationssystem mit lebenslangen Updates. Ebenfalls gelungen ist mein Glasschiebedach in Panoramagröße, das meinen Gästen viel Licht erlaubt. Als Antriebe biete ich zwei Benziner mit 132 oder 177 PS sowie zwei Diesel in jeweils zwei Leistungsstufen mit 116 bis 185 PS.

Diverse Autogazetten fanden daher schon viel Lob für mich. Eine Auszeichnung macht mich aber besonders stolz: fünf Sterne und damit Bestwertung beim Crashtest 2015 des Euro NCAP. Die „auto test“ (Heft 5/2017) kürte mich außerdem zum Preis-Leistungs-Sieger. Was mich gar nicht überrascht, denn ich bin schon ab rund 20.000 Euro erhältlich.

Habe ich Mängel oder Probleme?

Auch in Tests mache ich mich gut. Im 100.000-km-Test der autozeitung.de wurde mir bisher nur der Keilriemen getauscht. Dafür meine bequemen Sitze und mein sparsamer Diesel (185 PS) gelobt. Gut, meine Automatik ruckt manchmal beim Herunterschalten. Dafür tauge ich als Zugmaschine. Wenn es sein muss, ziehe ich bis zu 1.900 kg.

Ich kann dir also nur raten, mich einfach zu fahren, damit du dich selbst von mir überzeugen kannst.
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